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Verfasst: 8. Dezember 2006 19:32 
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Auf einer Fläche so groß wie Zentraleuropa schwimmt im Pazifik ein Müllteppich. Davon berichtet der Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace. Das Perfide: Meerestiere und Vögel verwechseln die Teile mit Futter und verenden, weil keine echte Nahrung mehr in den Magen passt. Ganz am Ende landet der Müll im Menschen.

In allen Ozeanen der Erde schwimmt Plastikmüll. Zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland landet viel Müll aus Amerika und Asien. Der Grund: Ein Hochdruckgebiet erzeugt einen starken und riesigen Meeresstrudel. Der dreht sich im Uhrzeigersinn und speist sich aus aufsteigender warmer und absinkender kühlerer Luftmassen. Vom Strudel wird Müll aus dem ganzen nördlichen Pazifik erfassst. Gifte in den Plastikabfällen gelangen ins Wasser. Meerestiere fressen die Plastikteile und werden so zum zweiten Giftopfer. Größere Meerstiere schließlich, die die kleineren fressen, speichern die Gifte weiter. So geht das immerfort – bis es beim Menschen ankommt, der die Meerestiere verspeist.

Wissenschaftler fanden in den Mägen von 97 Prozent der Nordsee-Eussturmvögel Plastikteile. Fast die Hälfte der Layson-Albatros-Küken starben auf einer hawaiianischen Insel innerhalb der ersten sechs Lebensmonate, weil ihr Magen zwar gefüllt und der Hunger gestillt war, ihre Hauptnahrung aber auch Plastik bestand.

Greenpeace ist mit dem Schiff „Esperanza“ im Nordost-Pazifik unterwegs, um den Müllstrom zu beobachten und zu dokumentieren. US-Präsident George W. Bush hatte die Inseln im Nordwesten Hawaiis im Juni 2006 zum Naturschutzgebiet erklärt. „Es kommt nicht oft vor, dass ich die Politik von Herrn Bush befürworte“, schreibt Meeresbiologe Thilo Haack von Bord der „Esperanza“ aus in einem Newsletter.

Dereinst konnten Bakterien, Wellenschlag und UV-Licht die Müllabfuhr spielen, weil die Menge überschaubar und biologisch abbaubar war. Heute werden weltweit jedes Jahr 125 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Flaschen, Verpackungen, Feuerzeuge – alles, was sich aus den leicht formbaren Erdölprodukten herstellen ließ, wird vom Menschen zwar gern genutzt, aber auch gern ins Meer geworfen. Jedes Plastikteil, das im Nordpazifik „entsorgt“ wird, bleibt 16 Jahre lang dort.Aber: Manche Plastik-Bestandteile benötigen bis zu 450 Jahre für eine Zersetzung.

Eine animierte Karte zum Meeres-Müllstrom ist auf der Internetseite von Greenpeace zu sehen. http://www.greenpeace.de/themen/meere/k ... rdpazifik/

Video: - http://www.youtube.com/watch?v=iLKOMB9BzJY)

(Quelle: welt.de - 8.12.2006)


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Verfasst: 9. Januar 2012 19:49 
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Ist zwar ein alter Beitrag, aber ich denke, dass so etwas leider immer wieder passiert. Viele wissen die Umwelt nicht zu schätzen und entsorgen auf diese Art und Weise ihren Abfall. So etwas darf nicht ohne Konsequenzen bleiben, sonst findet das immer wieder statt.

_________________
http://www.entsorgung.de/


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