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 Betreff des Beitrags: Stärkstes Wachstum seit Jahrzehnten
Verfasst: 14. Oktober 2010 12:49 
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Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der wichtigsten Forschungsinstitute in diesem Jahr um 3,5 Prozent wachsen - und damit so stark wie wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Das ist deutlich mehr als ursprünglich angenommen: In ihrem Frühjahrsgutachten hatten die Institute für 2010 noch mit nur 1,5 Prozent Wachstum gerechnet. Da das deutsche Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr aber um fast fünf Prozent geschrumpft war, wäre das BIP auch bei 3,5 Prozent Wachstum noch unter dem Vorkrisen-Niveau. "Die deutsche Wirtschaft ist auf gutem Weg, den krisenbedingten Produktionseinbruch wettzumachen", heißt es im Herbstgutachten.

Weniger Arbeitslose, höhere Löhne

Im kommenden Jahr dürfte der Zuwachs allerdings geringer ausfallen und 2,0 Prozent erreichen, erwarten die Experten. Laut Gutachten werden 2011 durchschnittlich weniger als drei Millionen Arbeitslose erwartet, die niedrigste Zahl seit 1992. in diesem Jahr werde die der registrierten Arbeitslosen im Schnitt bei 3,2 Millionen liegen.

Die Arbeitnehmer in Deutschland können sich wegen des Aufschwungs nach Ansicht der Ökonomen 2011 auf kräftige Lohnerhöhungen freuen. Die Bruttolöhne und -gehälter dürften im kommenden Jahr um 2,8 Prozent steigen. Dadurch werde sich auch der private Konsum im kommenden Jahr zu einer Stütze des Wirtschaftswachstums entwickeln.

Deutsches Wachstum weit über EU-Durchschnitt

Mit einem Wachstum von 3,5 Prozent läge Deutschland deutlich über dem Durchschnitt in Europa, das ohne Deutschland nur gut 1 Prozent Wachstum in diesem Jahr erlebe, sowie auch über den allermeisten anderen Industriestaaten der Welt.

Ökonomen fordern Haushaltssanierung

Die gute Konjunkturentwicklung entlastet auch den Staatshaushalt: Die Defizitquote werde 2011 nur noch 2,7 Prozent betragen nach einem Defizit von 3,8 Prozent im laufenden Jahr. An die deutsche Regierung richten die Institute dennoch die dringende Aufforderung, den Kurs der Haushaltskonsolidierung verschärft weiterzuführen. Die gute Konjunkturentwicklung müsse genutzt werden, um die Defizite zu senken.

In ihrem Gutachten weisen die Experten aber auch auf die weltweiten Risiken für die Konjunktur hin. In den USA laufe die Erholung nur schleppend. Risiken sehen sie auch im weiter stark wachsenden China, wo sich in manchen Landesteilen eine Immobilienpreisblase aufbaue. In Europa seien die Staatsschuldenkrisen noch nicht gelöst.

Die Bundesregierung wird nicht zuletzt auf der Basis des Herbstgutachtens ihre eigene Konjunkturprognose aktualisieren und am Donnerstag kommender Woche vorlegen. Im April hatte die Regierung ein Wachstum von 1,4 Prozent für 2010 und von 1,6 Prozent für 2011 vorausgesagt. Dass diese Werte deutlich nach oben korrigiert werden, davon ist nach den Aussagen verschiedener Regierungsmitglieder auszugehen.

Zu den Instituten, die das Herbstgutachten erstellen, gehören das Kieler IfW, das Münchner Ifo, das IWH aus Halle, das RWI Essen, das ZEW aus Mannheim, das Züricher KOF, das Wiener IHS sowie die Experten von Kiel Economics.

Quelle: - 14.10.2010 - www.tagesschau.de/wirtschaft/gutachten106.html


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Verfasst: 9. November 2010 20:55 
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Die Deutsche Bundesbank hat die Ergebnisse der gesamt-wirtschaftlichen Finanzierungs-rechnung für das zweite Quartal 2010 vorgelegt. Die deutschen Staatsschulden steigen im Vergleich zum Vorjahr um 150 Milliarden Euro.

Auf insgesamt 1,94 Billionen Euro beziffert die Deutsche Bundesbank per Ende Juni die deutschen Staatsschulden in der neuen gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verbindlichkeiten von Bund, Länder und Gemeinden damit um 150 Milliarden Euro. Der Kreditbedarf ist per Saldo um 42 Milliarden Euro gewachsen.

Dieser Netto-Kreditbedarf wurde gedeckt durch:

* Emission neuer Staatsanleihen: 18,2 Mrd. Euro
* Neue Kredite: 23,5 Mrd. Euro

„Im drittstärksten Anstieg seit Einführung des Euro im Jahr 1999 schlug sich auch ein Schuldenanstieg aufgrund von Stützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise nieder“, heißt es im Bundesbank-Bericht.

Quelle: - 08.11.2010 - www.goldreporter.de/deutsche-staatsschu ... news/2662/


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Verfasst: 2. Dezember 2010 22:05 
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Washington/Frankfurt (Reuters) - Fast alle deutschen Großbanken haben auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den USA die Hilfe der US-Notenbank in Anspruch genommen.

Neben der Deutschen Bank, der Commerzbank und der DZ Bank hatten sich auch die Landesbanken Milliardensummen von der Federal Reserve geliehen, wie jüngste Daten der Zentralbank zeigen. Nach dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 haben sich die Institute weltweit kaum mehr Geld geborgt. Daher mussten die Notenbanken rund um den Globus mit Notprogrammen die Liquiditätsversorgung sicherstellen. Dass deutsche Banken mit US-Niederlassungen dabei nicht nur bei der Europäischen Zentralbank, sondern auch bei der Fed angeklopft haben, war bislang aber nicht bekannt.

Aus dem Umfeld der meisten deutschen Häuser war zu hören, dass die Ende 2008 und Anfang 2009 aufgenommenen Gelder längst zurückgezahlt worden seien. Die Konditionen der Fed-Kredite seien im Vergleich zu den damaligen Marktpreisen unschlagbar gewesen, betonten Vertreter mehrerer Banken. Heute würden die Dutzenden Fed-Programme dagegen nicht mehr genutzt. Offiziell wollte sich zunächst nur die Commerzbank äußern. Das Finanzinstitut machte deutlich, dass die Anspruchnahme entsprechender Hilfen ein normaler Vorgang sei. "Die Beteiligungen an Geldmarkttransaktionen der Zentralbanken ist für Banken immer eine Option", sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Die Fed hatte wegen der Finanzkrise die Zinsen auf nahe Null Prozent gesenkt und anschließend mehr als drei Billionen Dollar in das Finanzsystem gepumpt, um einen Kollaps zu verhindern. Unter anderem kaufte sie im großen Stil US-Staatsanleihen und andere Wertpapiere, um das Finanzsystem mit Geld zu fluten. Die Empfänger der Hilfen wollte die Notenbank lange Zeit nicht offenlegen, um eine Stigmatisierung der Firmen und einen neuerlichen Vertrauensverlust zu vermeiden. Die Politik verpflichtete die Fed allerdings in diesem Sommer per Gesetz zu einer größeren Transparenz.

Auch andere europäische Häuser wie Barclays, BNP Paribas und UBS griffen auf die Hilfen der Fed zurück. Hauptnutznießer der Programme waren naturgemäß die US-Banken. An erster Stelle stehen den Daten zufolge

Citigroup, Morgan Stanley und Merrill Lynch, die mittlerweile zur Bank of America gehört. Weit oben ist auch die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs zu finden, die wie die Deutsche Bank relativ gut durch die Krise gekommen ist und damals nach Aussage von Vorständen auch an den Märkten noch Geld bekommen hat. Zusammen haben die vier US-Häuser ein Drittel der Hilfen in Anspruch genommen. "Es sieht so aus, als ob die Investmentbanken das Geld in jedem Fall benötigt haben", sagte Lawrence Glazer vom Beratungshaus Mayflower Advisors.

Die Unterlagen zeigen zudem, dass auch Firmen außerhalb der Finanzindustrie die Fed-Programme zum Ankauf von Wertpapieren nutzten, um sich Liquidität zu beschaffen. Darunter sind bekannte Namen wie Harley-Davidson und McDonald's.

Quelle: - 02.12.2010 - http://de.reuters.com/article/companies ... DW20101202


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Verfasst: 21. Dezember 2010 22:40 
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In einem seit Jahren laufenden US-Steuerstreit muss die Deutsche Bank 553,6 Millionen Dollar an den amerikanischen Fiskus zahlen.

Die Deutsche Bank muss den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung nach Angaben der amerikanischen Justiz rund 550 Millionen Dollar (418 Millionen Euro) zahlen. Im Gegenzug verzichten die US-Behörden auf Strafverfolgung und stellen die Ermittlungen ein, wie beide Seite am Dienstag mitteilten.

Dem amerikanischen Fiskus seien durch die Finanzgeschäfte ein Schaden von mehreren hundert Millionen Dollar entstanden, erklärten das US-Justizministerium und die Bundesanwaltschaft.

Die Deutsche Bank zeigt sich zufrieden, dass das Ermittlungsverfahren nun habe abgeschlossen werden können. Die fraglichen Transaktionen seien bereits vor über acht Jahren beendet worden, hiess es in einer Erklärung. Der deutsche Bankenprimus hatte zuvor nach eigenen Angaben für die gesamte Summe «angemessene Rückstellungen» gebildet, so dass der zu zahlende Betrag «keine Auswirkungen auf das laufende Ergebnis nach Steuern haben wird». Die Bank habe zudem seit 2002 ihre entsprechenden Richtlinien und Verfahren wesentlich verschärft.

Quelle: - dapd - 21.12.2010 - www.20min.ch/finance/news/story/DB-zahl ... r-11906223


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 Betreff des Beitrags: Schulden + 100 Milliarden
Verfasst: 21. Dezember 2010 23:09 
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20.12.2010

Öffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3. Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro. Die öffentlichen Haushalte waren am 30. September 2010 mit insgesamt rund 1,8 Billionen Euro verschuldet.

Die öffentlichen Haushalte waren nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 30. September 2010 mit insgesamt rund 1791,3 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 21 882 Euro pro Kopf. Gegenüber dem 31. Dezember 2009 hat sich der Schuldenstand um 5,9% beziehungsweise 99,7 Milliarden Euro erhöht. Die Ergebnisse umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes und der Länder einschließlich ihrer jeweiligen Extrahaushalte sowie die Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Beim Bund erhöhten sich die Schulden am 30. September 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 3,1% (+ 33,1 Milliarden Euro) auf rund 1 086,9 Milliarden Euro. Hierin sind auch die Schulden vom Sondervermögen Finanzmarktstabilisierungsfonds (28,6 Milliarden Euro) sowie Investitions- und Tilgungsfonds (9,9 Milliarden Euro) enthalten, die zur Bewältigung der Finanzmarktkrise neu gegründet wurden.

Die Länder waren am 30. September 2010 mit etwa 588,1 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 11,6% (+ 61,4 Milliarden Euro) gegenüber dem 31. Dezember 2009. Die Entwicklung wurde maßgeblich durch die erstmalige Einbeziehung der Ersten Abwicklungsanstalt (42,6 Milliarden Euro), die zur Stützung der WestLB geschaffen wurde, geprägt.

Die Verschuldung der Gemeinden/Gemeindeverbände stieg zum 30. September 2010 um 4,7% (+ 5,2 Milliarden Euro) auf knapp 116,3 Milliarden Euro gegenüber dem 31. Dezember 2009. Darunter hat sich der Anteil an Kassenkrediten, die ursprünglich zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen verwendet werden sollten, auf 34,8% erhöht. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sind dabei nicht enthalten.

Quelle/vollständiger Text: - www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/7000 ... milliarden


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 Betreff des Beitrags: Kommunen warnen vor dem Kollaps
Verfasst: 28. Dezember 2010 21:38 
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28.12.2010

Die Kommunen schlagen Alarm: Die Kassenlage von Städten und Gemeinden ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Weil Lokalpolitiker kaum noch Handlungsspielraum haben, sehen sie sogar die Demokratie in Gefahr. Jetzt soll der Bund helfen.

.... weiter geht es auf: - www.spiegel.de/politik/deutschland/0,15 ... 71,00.html


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Verfasst: 20. Januar 2011 08:33 
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Die Finanzmärkte misstrauen der Top-Bewertung der Bundesrepublik. Noch halten die Ratingagenturen still, aber Sparer sollten umdenken.

Den Bürgen sollst du würgen. Diese Leitregel in der Bankenindustrie bekommt die Bundesrepublik jetzt schmerzhaft zu spüren. Da Deutschland innerhalb der Eurozone immer stärker als Retter aller Schuldner wahrgenommen wird, entziehen ihm die Anleihenmärkte das Vertrauen. Aus Sicht der Akteure hat die Bundesrepublik kein Spitzenrating von AAA (Dreifach-A oder Triple-A) mehr.

Ablesen lässt sich das an den Versicherungsprämien für Staatsanleihen. Die sogenannten Credit Default Swaps (CDS), mit denen sich Marktteilnehmer gegen einen möglichen Zahlungsausfall Deutschlands absichern, sind seit Ende Oktober 2010 um 100 Prozent in die Höhe geschossen. Mittlerweile kostet die Pleite-Police 60 Basispunkte, das heißt: um einen Anleihewert von 100 Euro abzusichern, müssen Investoren 60 Cent bezahlen. Das spiegelt ein Risikoniveau, das keine Bestnote mehr rechtfertigt. Die Grenze für AAA liegt bei 50. Die CDS funktionieren im Prinzip wie eine Autoversicherung: je höher das Risiko eines Unfalls, desto höher die Prämien.

Die offiziellen Bonitätsprüfer Standard&Poor's, Moody's und Fitch halten noch still. Keine der drei führenden Ratingagenturen droht der Bundesrepublik mit Herabstufung. Doch auch die Kreditanalysten beobachten das Misstrauensvotum der Märkte und weisen in ihren Reports inzwischen darauf hin.

„Die Entwicklung der Ausfallversicherungen sind zur Beobachtung schon interessant. Das Verhalten der Märkte kann für uns Informationswert haben, weil es je nach Ausschlag und Dauer die Kosten der Verschuldung beeinflusst“, sagt Alexander Kockerbeck, Analyst bei Moody's in Frankfurt. „Allerdings leiten wir aus den Marktentwicklungen nicht unsere Ratings ab. Sonst müssten wir mit jeder Marktbewegung unsere Bonitätsnote ändern und mit so wechselhaften Noten wäre niemandem gedient.“

Tatsächlich haben die CDS-Märkte ihre ganz eigenen Regeln und sind starken Schwankungen unterworfen. In der Geschichte der Bundesrepublik wurde die kritische AAA-Grenze schon zweimal überschritten: zum Jahreswechsel 2008/09, als der Osten Europas zu kippen drohte und mit ihm der deutsche Finanzsektor, und direkt im Anschluss an die Verabschiedung des Rettungsschirms im Mai. Bisher gingen die Ausfallprämien jeweils wieder zurück, weil Osteuropa die Kurve bekam und der 750 Milliarden Euro große Schirm zu wirken schien. Doch dieses Mal scheinen sich die Märkte nicht so schnell zu beruhigen. Den Investoren dämmert, dass die Rettung der Eurozone für die Bundesrepublik ein teures Unterfangen werden könnte.

Das Misstrauensvotum darf auch insofern nicht in den Wind geschrieben werden, weil es sich keineswegs um einen globalen Effekt handelt. So sind die Versicherungsprämien auf US-Staatsanleihen nur leicht gestiegen und noch mit einem AAA-Rating vereinbar – der unsoliden Haushaltspolitik der Regierung Obama zum Trotz. Auch die Prämien der Nicht-Euro-Mitglieder Schweden, Schweiz und Norwegen sind weitgehend unverändert geblieben. Hier sind sich Ratingagenturen und Märkte in ihrer Risikoeinschätzung einig. Die größten Lücken klaffen bei den Staaten der Eurozone. Insbesondere Frankreich, das von den Marktakteuren ebenfalls als Retter angesehen wird, steht mit einer nahezu dreistelligen Versicherungsprämie schwach da. „Die Euroschuldenkrise ist mit vielen Unsicherheiten behaftet. Niemand weiß genau, welche Belastungen am Ende auf die Staaten zukommen. Dies spiegelt sich in Nervosität bei den CDS-Investoren wider“, sagt Kockerbeck.

Doch auch die Ratingagenturen haben sich in der Krise nicht mit Ruhm bekleckert. Sie mussten sie mehr als einmal erfahren, dass sie mit ihren Bonitätsnoten der Entwicklung hinterherlaufen. Beispielsweise hatte Irland noch im Jahr 2009 das Spitzenrating AAA. Nur 20 Monate später musste sich der Inselstaat unter den europäischen Rettungsschirm flüchten und die Ratingagenturen stuften die Kreditwürdigkeit hastig herunter.

Das AAA ist keine unbedeutende Note der Finanzbranche. Das Spitzenrating ist nicht nur ausschlaggebend für die Finanzierungsbedingungen deutscher Staatsschulden. Auch die Konditionen von Unternehmen oder Häuslebauern orientieren sich daran. In der Regel kann kein Unternehmen besser dastehen als das Land, in dem es seinen Sitz hat. Nicht zuletzt ist das Triple-A ein Statussymbol, das von nationaler Stärke und Stolz kündet. Schon muss der Bund deutlich mehr Zinsen für seine Anleihen bieten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen kletterte zur Wochenmitte in der Spitze auf 3,14 Prozent. Das war ein Prozentpunkt mehr als im September 2010.

Dass kein Grund für Euphorie besteht, zeigt eine umfangreiche Analyse der Staatsschulden von Willem Buiter, Chefvolkswirt bei der Citigroup. Besonders kritisch sieht er die Situation in der Eurozone. Hier interagiere die Krise der Staatsschulden mit der Krise des Bankensektors. Für ein Überleben des Euro müssten beide Probleme gemeinsam gelöst werden. Er kommt insgesamt zu einem wenig schmeichelhaften Schluss: „Es gibt heute keine sicheren Staatsanleihen mehr.“

Quelle: - 19.1.2011 - www.welt.de/finanzen/article12248367/Eu ... gkeit.html


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Verfasst: 7. Februar 2011 21:39 
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Frankfurt (Reuters) - Die Aussicht auf höhere Dividenden hat am Montag die Anleger wieder an den deutschen Aktienmarkt gelockt.

Der Dax kletterte um knapp ein Prozent auf 7283 Punkte und schloss damit so hoch wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Auch an den europäischen Börsen überwog der Optimismus. So stiegen der Stoxx50 und der EuroStoxx50 um je 0,8 Prozent. In London und Paris beliefen sich die Kursgewinne der Standardwerte ebenfalls auf je rund ein Prozent.

Viele Börsianer führten die höheren Kurse auch auf die leichte Entspannung in Kairo zurück, die sich in rückläufigen Kosten für ägyptische Kreditausfallversicherungen niederschlug. "Dass sich die Lage in Ägypten nicht weiter verschlechtert hat, hilft ein wenig", fügte ein Händler hinzu. "Eine gewisse Verunsicherung geht davon aber weiter aus." Dennoch konnten sich vor allem die Aktien einiger Fluggesellschaften erholen, die zuletzt wegen der Ausfälle im Sog der Krise unter Druck gewesen waren. Im Dax stiegen die Aktien der Lufthansa um 2,7 Prozent und zählten damit zu den größten Dax-Gewinnern. Die im SDax notierten Papiere von Air Berlin legten 3,8 Prozent zu.

TECDAX UND MDAX EBENFALLS AUF MEHR-JAHRES-HOCHS

Ansonsten kamen am Aktienmarkt die Bilanzen von Solarworld und Drillisch im TecDax sowie Gea im MDax gut an. So stiegen Solarworld um 6,7 Prozent und zogen Q-Cells um 9,6 Prozent sowie Centrotherm und SMA Solar um je rund sieben Prozent in die Höhe. Der Solarboom hat dem Bonner Konzern unerwartet hohe Zuwächse beschert, woran die Aktionäre über eine höhere Dividende beteiligt werden sollen.

Der Mobilfunkanbieter Drillisch will den Aktionären ebenfalls mehr Dividende zahlen, was den Aktienkurs um 5,7 Prozent in die Höhe trieb. Auch Anlagenbauer Gea erhöht die Dividende und wurde von den Aktionären entsprechend belohnt: Die Titel stiegen um über 6,2 Prozent.

Wie der Dax notierte auch der TecDax auf einem Drei-Jahres-Hoch. Der MDax lag sogar so hoch wie seit November 2007 nicht mehr.

Quelle/vollständiger Text: - 07.02.2011 - http://de.reuters.com/article/marketsNe ... EN20110207


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 Betreff des Beitrags: Bundesbankchef wirft das Handtuch
Verfasst: 11. Februar 2011 18:51 
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Nach tagelangen Spekulationen um Bundesbank-Präsident Axel Weber gibt es jetzt Klarheit: Er tritt auf den 30. April vorzeitig zurück. Tritt er die Nachfolge von Joe Ackermann bei an?

Die Würfel sind gefallen Axel Weber tritt ab. Der Nachfolger soll in der nächsten Woche bekanntgegeben werden. Zuvor trafen sich Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit Weber im Kanzleramt. Seit Tagen belastete die ungeklärte Personalie die Bemühungen der Euro-Partner zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung. Weber hatte wiederholt das Krisenmanagement der Europäischen Zentralbank (EZB) und die deutsch-französischen Pläne für eine Wirtschaftsregierung kritisiert.

Die Bundesregierung wies mit Nachdruck Sorgen an den Finanzmärkten zurück, mit einem Rückzug Webers sei die deutsche Stabilitätskultur in Europa in Gefahr. «Es soll sich niemand, nicht in Deutschland und auch nicht im Ausland, Sorgen machen, dass dieses für uns so wichtige Institut, die Bundesbank, nachlassen wird in seiner Aufgabe», sagte Seibert.

Weber zur Deutschen Bank?

Hartnäckig halten sich Gerüchte, der international angesehene Ökonom könnte als Nachfolger von Josef Ackermann Chef der Deutschen Bank werden. Für Weber könnte Merkels Wirtschaftsberater Jens Weidmann (42) an die Bundesbank-Spitze rücken.

Der 53-jährige Weber galt lange Zeit als Merkels Kandidat für die im Herbst anstehende Nachfolge des Franzosen Jean-Claude Trichet an der EZB-Spitze. Opposition und Koalitionspolitiker fürchten, dass Deutschland mit einem Rückzug Webers alle Chancen verspielt. Bundesfinanzminister Schäuble betonte nach einem Treffen mit Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde in Berlin, die Frage der Trichet-Nachfolge stelle sich derzeit nicht.

Schäuble sagte, Deutschland habe nie erklärt, dass man auf einem deutschen Kandidaten bestehe. Jetzt müssten alle Fragen für das angestrebte Euro-Gesamtpakt geklärt werden. Dies solle im März stehen. «Wenn das gelingt, können wir uns mit der Frage des bestmöglichen Kandidaten beschäftigen.» Die Zeit dafür reiche. «An dieser Position hat sich nichts geändert.»

Quelle: - sda - 11.02.2011 - www.20min.ch/finance/news/story/16876223


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Verfasst: 24. Mai 2011 20:52 
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24. Mai 2011

Nach weiteren Milliardenverlusten ist die "Bad Bank" der HRE auf neues Geld vom Bund angewiesen. Risikovorsorge wurde kaum gebildet.

.... weiter geht es auf: - www.welt.de/wirtschaft/article13391780/ ... -Bund.html


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Verfasst: 28. Mai 2011 22:10 
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Finanzminister Schäuble steht vor einem riesigen Haushaltsloch von bis zu 100 Milliarden Euro. Vor allem die Energiewende wird teuer.

In der Finanzplanung des Bundes bis zum Jahr 2015 klafft nach Berechnungen der Unionsfraktion ein Loch von bis zu 100 Milliarden Euro. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Papier der CDU/CSU-Haushaltspolitiker.

Allein die Energiewende könnte demnach fast 40 Millarden Euro kosten. Auch für die Bundeswehrreform, den neuen Euro-Rettungsschirm und weitere Vorhaben fehle bisher das Geld.

„Das Gesamtrisiko von bis zu circa 100 Milliarden Euro im Finanzplanungszeitraum gefährdet die Einhaltung der Schuldenbremse“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Um den Haushalt nicht in Schieflage zu bringen, bleibe der Bundesregierung nichts anders übrig, als auf „zwar wünschenswerte, letztlich aber nicht finanzierbare Maßnahmen“ zu verzichten.

Nach Angaben der Unionshaushälter würde allein der diskutierte Verzicht auf die Kernbrennstoffsteuer den Haushalt bis 2015 mit 9,2 Milliarden Euro belasten. Allerdings ist zweifelhaft, ob der Verzicht so kommt.

Das geplante Programm zur Gebäudesanierung soll demnach acht Milliarden Euro kosten, die parallel vorgesehene steuerliche Förderung von Maßnahmen zur Wärmedämmung noch einmal so viel.

Zudem fehlten 4,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf von CO2-Emissionszertifikaten, da der Erlös nun nicht in den Etat, sondern in den Energie- und Klimafonds der Regierung fließen solle.

Ein weiterer Kostenfaktor ist der geplante Aufbau eines dauerhaften EU-Krisenvorsorgefonds (ESM). Er wird den Bundeshaushalt bis 2015 mit etwa 22 Milliarden Euro belasten.

Die Bundeswehrreform schlägt der Liste zufolge mit vier Milliarden Euro zu Buche, der mögliche Verzicht auf die Finanztransaktionsteuer mit acht Milliarden. Weitere 14 Milliarden Euro könnten durch höhere Zinsausgaben und eine Aufstockung der Entwicklungshilfe hinzukommen.

Quelle: - dpa - 28.5.2011 - www.welt.de/wirtschaft/article13399760/ ... shalt.html


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 Betreff des Beitrags: Nur noch ein Hauch von Wachstum
Verfasst: 16. August 2011 18:48 
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16.8.2011

Der deutsche Aufschwung hat im zweiten Quartal deutlich an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Details will die Behörde am 1. September nennen. "Das ist das langsamste Wachstum seit Jahresbeginn 2009, als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte", sagte ein Statistiker.

Vor allem die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen hätten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr gebremst, hieß es weiter. Weil die Importe schneller stiegen als die Exporte, seien auch vom Außenhandel negative Impulse gekommen. Dagegen seien Investitionen der Unternehmen angezogen und hielten die Wirtschaft auf Wachstumskurs. Das Wachstum für das erste Quartal korrigierten die Statistiker gleichzeitig von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal jedoch legte das BIP deutlich zu. Preisbereinigt stieg es im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem zweiten Quartal 2010 um 2,8 Prozent.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler forderte weitere Reformen. Deutschland brauche jetzt "klare politische Signale zur Verstetigung des Wachstums". Die auf den ersten Blick schwache Entwicklung habe innerhalb der Erwartungen gelegen. Sie sei auch ein Reflex auf das nach wie vor außerordentlich positive erste Quartal.

Experten prognostizieren Wachstum von mehr als drei Prozent

Volkswirte hatten zwar mit einem schwächeren Wachstum als im ersten Vierteljahr gerechnet, aber doch noch im Schnitt 0,5 Prozent erwartet.

Dass die Entwicklung nun deutlich schwächer ausfiel, begründete Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), mit der Entwicklung des privaten Konsums: Der sei trotz guter Rahmenbedingungen wie eines hohen Beschäftigungsstands und steigender Löhne wohl schwach gewesen.

Eine weitere Ursache sieht Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer nach eigenen Worten in der ungewöhnlich milden Witterung im ersten Quartal, wegen der die Bautätigkeit zulasten des zweiten Quartals vorverlegt worden war. Ohne diesen Effekt wäre das BIP laut Commerzbank-Berechnungen um 0,4 Prozent gewachsen.

Die meisten Institute hatten in diesem Jahr bislang ein Gesamtwachstum von mehr als drei Prozent für möglich gehalten. Das arbeitgebernahe Forschungsinstitut IW bekräftigte erst zu Wochenbeginn seine Prognose von 3,5 Prozent und geht für 2012 von 2,25 Prozent aus.

Abkühlung auch in Eurozone

Die lahmende deutsche Wirtschaft wirkte sich auch auf das Wachstum in der Eurozone aus. Im zweiten Quartal legte das BIP in den 17 Euro-Ländern laut Eurostat im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,2 Prozent zu. Am besten schnitten Estland (1,8 Prozent), Finnland (1,2 Prozent) und Österreich (1,0 Prozent) ab. Zu Jahresbeginn hatte der Aufschwung noch 0,8 Prozent betragen.

Auch in anderen führenden Industriestaaten hatte sich das Wachstum im Frühjahr merklich abgekühlt. Die weltgrößte Volkswirtschaft USA schaffte ein Plus von rund 0,3 Prozent, während die japanische Wirtschaft sogar um 0,3 Prozent schrumpfte. In Frankreich, dem wichtigsten deutschen Handelspartner, stagnierte die Wirtschaft.

Quelle: - 16.8.2011 - www.tagesschau.de/wirtschaft/bip130.html


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Verfasst: 29. Oktober 2011 23:00 
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29.10.2011

Rechnungsfehler beschert deutschem Staat über 55 Milliarden Euro

Ein Rechenfehler bei der staatseigenen Immobilienbank Hypo Real Estate lässt die Schuldenlast Deutschlands um satte 55,5 Milliarden Euro sinken. Statt sich über unverhofften Geldsegen zu freuen, streiten sich nun die Politiker.

Der nun entdeckte Fehler lässt den Schuldenstand von erwarteten 83,7 auf 81,1 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung fallen. Dies teilte das deutsche Finanzministerium mit.

Plus und Minus verwechselt

Der kapitale Milliardenfehler in den Bilanzen der Bad Bank (FMS Wertmanagement), die komplett dem Staat gehört, war vor allem durch fehlerhafte Doppelbuchungen seit dem vergangenen Jahr entstanden. Im Prinzip wurden quasi Addition und Substraktion verwechselt.

Mit dem neuen Schuldenstand liegt Deutschland aber immer noch weit über den Maastricht-Kriterien. Für die Euro-Staaten gilt eine Verschuldung von 60 Prozent gemessen an der eigenen Wirtschaftsleistung.

«Ungeachtet der noch zu klärenden Ursachen für diese Korrektur begrüsst die Bundesregierung grundsätzlich jede Reduzierung des Maastricht-Schuldenstandes», betonte das Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Vertrauensverlust nach Buchungsfehler

Die Opposition reagierte mit beissender Kritik. «Das neue Motto der Regierung ist: Milliarden sind nicht mehr so wichtig. Wir rechnen in Billionen», sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann.

Für Finanzminister Schäuble ist der unverhoffte Geldsegen ein Glücksfall, er wirft aber kein gutes Licht auf die staatseigene Bad Bank FMS Wertmanagement.

Quelle: - dpa/sda - 29.10.2011 - www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv ... ang=ts_na6


... Jo, die paar Milliarden... solche Rechenfehler können ja schliesslich auch jedem Grundschüler geschehen.... aber juchee - es ist mehr Geld für den Eurorettungsschirm da....
Die aktuelle Staatsverschuldung (und was dies als `Schulden pro Bürger` bedeutet gibt es auf:
- www.steuerzahler.de/Home/1692b637/index.html


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 Betreff des Beitrags: Rohstoffversorgung `kritisch`
Verfasst: 10. November 2011 20:54 
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10.11.2011

Einige Rohstoffe sind wertvoller als andere - vor allem was ihren Einsatz in der Industrie angeht. Und genau bei diesen mit einer "herausragenden Bedeutung" droht Deutschland laut KfW ein Engpass: Die Situation ist zum Teil bereits "sehr kritisch".

Ein Hilferuf zur rechten Zeit? Deutschland droht einer Studie zufolge bei einigen wichtigen Rohstoffen ein Versorgungsengpass. Bei 13 von 52 untersuchten Stoffen sei die künftige Versorgungslage als "kritisch" bis "sehr kritisch" einzustufen, teilte die staatliche Förderbank KfW mit. Die betroffenen Rohstoffe gehörten überwiegend zu den seltenen Metallen und seien für viele Produktionszweige der deutschen Wirtschaft "von herausragender Bedeutung", beispielsweise für die Elektromobilität, die Informations- und Kommunikationstechnik oder den Umbau der Energieversorgung.

Zu den Rohstoffen mit einer "sehr kritischen" künftigen Versorgungslage zählen laut Studie Germanium, Rhenium und Antimon. Germanium wird für die Herstellung von Glasfaserkabeln benötigt, Rhenium wird in hocheffizienten Gasturbinen für Kraftwerke verbaut. Antimon dient der Härtung von Blei- und Zinnlegierungen.

Rohstoffversorgung hat "zentrale Bedeutung"

In der Gruppe der "kritischen" Rohstoffe finden sich zudem Indium, Wolfram, Seltene Erden, Gallium, Palladium, Silber, Zinn, Niob, Chrom und Bismut. Seltene Erden beispielsweise kämen beim Bau von Magneten in der Windkrafttechnologie oder auch in Batterien von Elektro-Autos vor. Gallium und Indium würden für die Photovoltaik benötigt, Wolfram für die Herstellung von harten Werkzeugen und Zinn zur Herstellung von Weißblech.

"Eine sichere und bezahlbare Versorgung mit mineralischen Rohstoffen ist für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft von zentraler Bedeutung", erklärte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Für Unternehmen werde es daher immer bedeutender, sich den Zugang zu den Rohstoffen zu sichern, etwa über Beteiligungen an Bergbauprojekten. Auch müssten die Betriebe Konzepte zum effizienten Einsatz von Ressourcen und zur Nutzung alternativer Rohstoffe umsetzen.

Quelle: - afp - 10.11.11 - www.n-tv.de/wirtschaft/Rohstoffversorgu ... 40026.html


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Verfasst: 16. November 2011 23:42 
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16. November 2011

Luxemburgs Premier Juncker hat die deutsche Einstellung in der Euro-Krise getadelt. Das Land habe keinen Grund, sich überlegen zu fühlen.

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat die Deutschen in der Diskussion über die Schuldenkrise zur Zurückhaltung aufgefordert. Die Debatte in der Bundesrepublik sei zum Teil störend, sagte der luxemburgische Regierungschef in einem Interview des Bonner „General-Anzeigers". „Ich halte die Höhe der deutschen Schulden für besorgniserregend.“

Deutschland habe höhere Schulden als Spanien. Nur wolle das keiner wissen. „Es erscheint bequemer, zu sagen, die Menschen im Süden wären faul, und die Deutschen würden malochen. So ist das aber nicht“, wurde Juncker zitiert.

Deutschland muss inmitten der Schuldenkrise immer weniger Zinsen für seine Schulden zahlen, der Schuldenstand der Bundesrepublik übertrifft aber deutlich die Maastricht-Grenze. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist die Bundesrepublik höher verschuldet als Spanien.

.... weiter geht es auf: - http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... egend.html


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