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 Betreff des Beitrags: HIV: Der große Irrtum
Verfasst: 26. September 2006 09:09 
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AIDS- Forschung - das große Roulette

Schlampige Virusnachweise und untaugliche Tests / Warum die Tests keine Aussage zu einer Virusinfektion machen können


Von JAN- PH. HEIN + M. LEITNER


Saarbrücken. HIV, Human Immunodeficency Virus. Dieses Virus soll der große Killer sein. Dieses Virus soll in Afrika eine ganze Generation auslöschen. Dieses Virus, schon oft als ”Geißel der Menschheit” bezeichnet, soll absolut todbringend sein. Unbezwingbar dazu. Es soll sich so schnell verändern, dass kein Medikament dieser Welt imstande ist, es an seinem todbringenden Werk zu hindern. Dieses Werk heißt AIDS. Lebensverlängernde Wirkung, das sollen die Medikamente in dem ein oder anderen Fall schaffen, aber letztendlich habe immer dieses Virus gewonnen - im Kampf gegen das menschliche Immunsystem und gegen Medikamente, ob es einzelne waren oder mehrere, sogenannte Cocktails.

”Dieses Virus wurde bisher nie nach den Kriterien der klassischen Virologie isoliert, gereinigt und charakterisiert.” Dieser Satz stammt nicht von einem Irren. Heinz Ludwig Sänger, Träger des Robert-Koch-Preises, kommt zu diesem Schluss. Der Professor für Virologie und Molekularbiologie weiß, wie man Viren isoliert. Er bekam den Preis 1978 für die besonders schwere Isolation einer seltenen Virusart.” Isolation bedeutet, dass man Blut oder Gewebe aus einem erkrankten Organismus entnimmt und die Probe anschließend von Fremdpartikeln befreit.” Übrig bleibe das Virus, das anschließend fotografiert werden könne. Jetzt braucht brauche man mit dem Isolat nur noch gesunde Zellkulturen infizieren. ”Vermehrt sich das Virus auch dort, ist es statthaft, die Entdeckung von etwas Infektiösem zu behaupten.”

Sänger fiel aus allen Wolken, als er sich 1997 zum ersten Mal mit dem ”AIDS-Virus” beschäftigte. ”Bis dahin hat mich das HIV-AIDS-Problem nur am Rande interessiert, und ich habe die entsprechenden Publikationen zur ,Isolierung` des HIV ohne eingehende Prüfung ihrer Stichhaltigkeit als selbstverständlich korrekt akzeptiert.”

Sängers Kritik kommt in einer Zeit, in der ein Streit um das Virus und seine Rolle bei der Krankheit AIDS wieder aufflammt, den man eigentlich schon für beendet erklärt hatte.

Soziales Umfeld spielt eine Rolle

Es ist Thabo Mbeki gewesen, der ihn wieder entfachte. Der südafrikanische Staatspräsident will nicht glauben, dass einzig und allein HIV zu AIDS führe. Seine These: Armut sei ein ganz entscheidender Faktor. Vor der mittlerweile zu Ende gegangenen Welt-AIDS-Konferenz lud er Wissenschaftler ein, die erörtern sollten, welche Rolle das Humane Immunschwächevirus bei der Krankheit spielt.

Mit am Tisch Professor Peter Duesberg. Der behauptet schon seit 1987, dass HIV mit AIDS überhaupt nichts zu tun habe. Dafür musste er seitdem ordentlich einstecken. Hirnsträubend, dumm und unverantwortlich nannte zum Beispiel Professor Manfred Dietrich, Vorsitzender der Deutschen AIDS-Gesellschaft, die Duesberg-These, dass AIDS zum Beispiel eine Folge der Einnahme der Medikamente sei, die man gegen die Vermehrung des HIV bekommt. Prügel bezog Duesberg in Deutschland hauptsächlich vom Spiegel. Den nannte er daraufhin ”HIV-Faschist”. Nur das Hamburger Abendblatt druckte in Deutschland mal ein ganzseitiges Porträt über den ”Außenseiter”.

Auch wenn sich der Virologe Sänger und der Retrovirologe Duesberg in einem widersprechen - Duesberg hält HIV für isoliert - es ist das erste Mal, dass das Enfant Terrible der Wissenschaftsszene einen namhaften Unterstützer in Deutschland findet. ”Die Frage, ob dieses Ding isoliert ist, oder nicht, ist völlig irrelevant”, so Duesberg. ”Es bleibt festzuhalten: HIV und AIDS haben nichts miteinander zu tun.”

Peter Duesberg ist AIDS-Dissident, und bei weitem nicht der einzige. Die Dissidenten lehnen die klassische Lehrmeinung zu AIDS ab. Ihre Kernthesen: Das Krankheitsbild würde nicht durch das HI-Virus erzeugt. Man sei an das Phänomen AIDS von Beginn an falsch herangetreten.

So sagt Heinz Ludwig Sänger: ”Man kann der Summationskrankheit AIDS nicht mit der heute üblichen monokausalen Sichtweise gerecht werden.” Der Virologe spielt damit auf die Tatsache an, dass AIDS eine Zusammenfassung 29 bekannter Krankheiten ist, die alle mit den gleichen Therapien behandelt werden.

Eines der Hauptargumente der AIDS-Dissidenten lautet: Behandlungen, Medikamente und Therapien selbst führten zu AIDS-ähnlichen Symptomen. Auf dem Beipackzettel von Retrovir/AZT, Bestandteil fast jeder AIDS-Therapie, tauchen unter anderem folgende Nebenwirkungen auf: Blutarmut, Knochenmarksschwächung, Lähmungserscheinungen, Muskelschwund sowie schwere Blutbildstörungen.

AZT: Gut für Vergiftungen

AZT wurde Mitte der 60er Jahre entwickelt. Es sollte bei Leukämie die Überproduktion weißer Blutkörperchen dämpfen. Damals wurde es nicht zum Menschenversuch zugelassen. Grund: Der Wirkstoff ist zu toxisch. Doch bis heute wird es bei HIV-Positiven eingesetzt, wenn die Anzahl der lebenswichtigen Immunzellen des Typs T4 unter eine bedenkliche Grenze rutschen. Diese Zellen jedoch gehören zu den weißen Blutkörperchen.

Deshalb behandelt der Kieler Internist Claus Köhnlein seine Patienten nicht mit Retrovir. ”Die Cocktails sind so toxisch, dass sie selbst völlig ausreichen, um das Immunsystem zu zerstören.” Untermauert wird dieses Urteil durch die Concorde-Studie, die Anfang der 90er Jahre zu dem Schluss kam: ”Je mehr AZT, um so schneller starben die Patienten. AZT greift nun mal das Knochenmark an, wo die weißen Blutkörperchen produziert werden.”

Auch die Antikörpertests (”AIDS-Tests”) und die Verfahren zur Bestimmung der Verbreitung des HIV im menschlichen Körper (”Viruslastmessung”) scheinen ihre Tücken zu haben. Die Frankfurter Ärztin Juliane Sacher hatte ein kurioses Erlebnis. Sie machte ein Experiment: ”Ich entnahm mein eigenes Blut und füllte es in zwei Röhrchen. Eines wurde unter meinem Namen zum Antikörpertest geschickt, das andere wurde mit dem Namen eines meiner HIV-positiven Patienten zur Viruslastmessung ans gleiche Labor geschickt.” Tage später bekam sie die Ergebnisse: ”Mein Blut war unter meinem eigenen Namen HIV-negativ, doch das Blut, das unter dem Namen meines Patienten eingesandt wurde, hatte eine Viruslast von 1800.”

Das Labor erklärte ihr damals am Telefon, das sei nicht besonders hoch und auch nichts besorgniserregend. Es könne schon mal Fehler in dieser Höhe geben.

Für Juliane Sacher hat diese Erklärung einen faden Beigeschmack: ”In den Kliniken kämpfen die Patienten bei der Reduzierung ihrer Viruslast um Dutzende oder Hunderte weniger HI-Viren pro Milliliter Blut. Wie passt das zusammen, wenn 1800 weder hoch noch besorgniserregend sind?” Schließlich würden die Dosen der Kombitherapie erhöht, wenn das Virus nicht unter die Nachweisbarkeitsgrenze gedrückt werden könnte.

Bei einem anderen Labor fragte Frau Sacher vor dem Experiment an, ob man ihr Blut dort auch mal auf die Viruslast hin überprüfen lassen könnte. Begründung der Ablehnung: HIV-negatives Blut einer Viruslastmessung zu unterziehen, sei nicht zulässig. Juliane Sacher: ”Wie kann es überhaupt sein, dass bei einem negativen Antikörpertest überhaupt Viren gezählt werden können?”

Das Verfahren, auf dem die Viruslastmessung basiert, heißt ”Polymerase Chain Reaction” (PCR). Ihr Erfinder, der amerikanische Wissenschaftler Kary Mullis, erhielt dafür 1993 den Nobelpreis für Chemie. Die PCR wird nicht nur zur Viruslastbestimmung, sondern auch zur Ermittlung des sogenannten genetischen Fingerabdrucks benutzt. Wissenschaftler Mullis zum Einsatz seiner Erfindung bei HI-Viren: ”Meine PCR ist völlig untauglich, die Menge der Viren im Blut zu messen.”

Mullis schaltete sich sogar in ein Gerichtsverfahren ein. Das Kind einer HIV-positiven Mutter sollte zwangsgetestet werden. Dazu schrieb Mullis: ”Es ist traurig, wenn aufgrund meines Verfahrens ein Kind mit gefährlichen Medikamenten behandelt werden sollte.” Schon 1996 schrieb der Nobelpreisträger, dass er es nicht verstehe, wie Ärzte ein giftiges Medikament wie AZT verschreiben könnten, nur weil ein Mensch Antikörper gegen HIV im Blut habe. Das Gericht entschied damals, dass sich das Kind einem Test zu unterziehen habe.

Mehr Erfolg in einem ähnlichen Fall hatte Mullis Freund David Rasnick. Er ist Chemiker und intervenierte. Eine positiv getestete Mutter aus dem US-Bundesstaat Maine, wollte zusammen mit ihrem Sohn, ebenfalls positiv, die Cocktails absetzen. Eineinhalb Jahre zuvor starb ihre Tochter, die die Cocktails ebenfalls nahm. Der Arzt, bei dem ihr damals vierjähriger, gesunder Nikolas in Behandlung war, meldete dies den Behörden, die der Mutter daraufhin das Sorgerecht entziehen wollten. Rasnick trat damals als Sachverständiger vor Gericht zum Thema AZT auf. Das Gericht entschied, dass der Arzt nicht ausreichend bewiesen habe, was der Nutzen der Therapie wäre. Es gäbe keine Beweise, dass das Kind ohne die Medikamente krank würde.

Test reagiert auch auf Grippe

Die australische Ärztin und HIV- Forscherin Eleni Papadopulos-Eleopulos geht sogar noch weiter: ”Es gibt keinen Beweis, dass jemand, der HIV positiv getestet wird, tatsächlich mit HIV infiziert ist.” Sie verweist auf nunmehr über 60 Kreuzreaktionen. Das heißt , dass der Test auch auf Krankheiten und Faktoren wie Grippe, Impfungen oder beispielsweise Hepatitis ansprechen kann. Auch mehrfache Schwangerschaften gehören dazu. Das alles kann zur Diagnose HIV-positiv führen.

Fakt ist: Die Kriterien für eine positives Ergebnis nach einem HIV- Antikörpertest sind weltweit verschieden. In Afrika müssen zwei sogenannte Banden des Testes reagieren, in Australien müssen doppelt so viele Banden reagieren, um ein HIV-positives Ergebnis zu liefern. Das könnte ein Erklärungsansatz für die ”Horrorzahlen” aus Afrika sein. Der Test wird dort viel leichter positiv interpretiert als in Australien, das weltweit eine der niedrigsten Neu-Infektionsraten hat.

In den Vereinigten Staaten, so fand Papadopulos-Eleopulos heraus, seien es eine, zwei oder drei Banden, die reagieren müssten, um ein positives Testergebnis zu bekommen. Dieses hängt davon ab, wer der Tester ist. Das Rote Kreuz in den USA verlangt drei reagierende Banden, die CDC gibt sich mit zwei zufrieden.

Frau Papadopulos-Eleopulos veröffentlichte 1993 eine Arbeit zu Antikörpertests in dem Wissenschaftsmagazin BIO/Technology. Auch die deutsche Wochenzeitung, ”Die Woche”, berichtete damals darüber.

Die grundsätzliche Krux bei den Tests sieht Papadopulos-Eleopulos in der fehlenden Virus-Isolation: ”Der einzige Weg, um sicher zu sein, dass ein Antikörpertest HIV nachweisen kann, wäre eine Eichung an einem direkten Virus-Nachweis.” Dies ginge nur über eine Virus-Isolation.

Auch im weit entfernten Bayern betrachtet der Virologe Sänger das genau so: ”Es ist erstaunlich, dass es die HIV-Forscher nicht geschafft haben, in 19 Jahren intensivster Forschung, ausgestattet mit gigantischen finanziellen Mitteln, die HIV-Aids-Hypothese auch nur ansatzweise wasserdicht zu machen.”

Seit 16 Jahren ”HIV-positiv”

Bernd Münker (Name von der Redaktion geändert) aus Frankfurt ist 40 Jahre alt. Nichts Außergewöhnliches, wäre da nicht eine weitere Zahl: ”Ich wurde vor ungefähr 16 Jahren HIV-positiv getestet.” Auch wenn der Schock für ihn am Anfang ein großes Problem war, er hat ihn im Laufe der Zeit überwunden: ”Ich glaube nicht daran, dass ich mit einem tödlichen Virus infiziert bin. Ich habe vor, so alt zu werden wie meine Oma.” Die sei 85 Jahre alt geworden. Münker zieht die Aussagefähigkeit des HIV-Antikörpertests in Zweifel. Und die hält nicht nur er für untauglich, eine HIV-Infektion nachzuweisen.

”Der AIDS-Test gibt Gewissheit.” ”Der HIV-Test gibt eine Antwort.” Das waren die Slogans der AIDS-Kampagnen in den 80er Jahren. Doch die Antwort, die der Test in Hinblick auf eine Infektion mit HIV gibt, scheint weit weniger eindeutig, als die Kampagnen suggerieren:

Ein Blick in die Beipackzettel der Tests würde positiv-Getesteten wahrscheinlich einen kalten Schauer über den Rücken fahren lassen:
- Zur Zeit gibt es keinen Standard für den Nachweis der An- oder Abwesenheit von HIV-Antikörpern im menschlichen Blut. (Abbott)
- Ein negatives Testresultat schließt die Möglichkeit einer HIV- Infektion nicht aus.” Mit falsch positiven Resultaten sei bei einem HIV-Tests zu rechnen, wenn der Betroffene aus einer Bevölkerungsgruppe stammt, in der HIV sehr selten vorkomme, zum Beispiel bei Blutspendern. (Roche)

Diese Sätze bekommen Patienten und auch Ärzte selten zu Gesicht. Die Beipackzettel landen in den Laboratorien, wo mit den Tests das Blut auf den Killer HIV durchleuchtet wird.”

Da wird doch nicht nach medizinisch-naturwisenschaftlichen Kriterien diagnostiziert”, so Christian Fiala, Gynäkologe aus Wien. Seit vielen Jahren recherchiert er Widersprüche der offiziellen HIV/AIDS-Hypothese. ”Die Hersteller geben selbst zu, dass ihre Tests nicht standardisiert sind. Die Tests basieren nicht auf gesichertem Wissen, sondern auf vermuteten Annahmen.” Ob jemand nun HIV-positiv diagnostiziert würde oder nicht, hänge davon ab, ob seine sozialen Daten nun eine Infektion wahrscheinlich erscheinen ließen oder nicht. ”Hat man vor dem Test angegeben, man sei homosexuell, dann ist der Test im Zweifelsfalle positiv. Hat man einen Blutspenderausweis, dann ist man bei gleichem Testergebnis negativ, dann hat der Test halt falsch reagiert.”

Fundamentale Widersprüche

Lesen wir weiter bei Abbott. In einer englischen Packungsbeilage heißt es sinngemäß: Die Sensitivität des Testes basiere auf der Annahme, dass sich in jedem AIDS-Patienten Antikörper gegen HIV finden ließen. Sensitivität bedeutet, dass jede Blutprobe, die Antikörper gegen HIV enthält, vom Test erkannt wird. Die zweite wichtige Fähigkeit der Tests ist die Spezifität. Soll heißen, dass alle Proben, die keine Antikörper gegen HIV enthalten, nicht positiv getestet werden können. Auch hier offenbart der Abbott-Test in seiner Packungsbeilage Erstaunliches: Die Spezifität des Tests basiere auf der Vermutung, dass HIV-Antikörper nur in 0,1 Prozent von gesunden Blutspendern vorkämen.

Diese Annahmen stehen in fundamentalen Widerspruch zu den ersten Veröffentlichungen des HIV-Forschers Robert Gallo, der auch die ersten HIV-Tests entwickelte und patentieren ließ. Gallo fand das Immunschwächevirus zwar in keinem einzigen Blutspender. Häufiger fand er es in gesunden Müttern von AIDS-Kranken als in diesen selbst.

”Wenn man die Problematik des HIV-Antikörpertests verstehen will, dann muss man zuerst wissen, wo die Probleme bei solchen indirekten Nachweisverfahren liegen, und wie man sie ausschließen könnte”, so der australische Arzt und Forscher Valendar F. Turner. Zusammen mit seiner Kollegin Eleni Papadopulos-Eleopulos konnte er 1993 in dem Wissenschaftsjournal Bio/Technology über die Fehler der gängigen HIV-Tests eine Studie veröffentlichen. Diese Studie veranlasste damals das deutsche Wochenmagazin ”Die Woche” zu einer Titelgeschichte, die insgesamt drei Seiten ausfüllte. Titel: ”Glücksspiel AIDS-Test: Positiv und negativ sind relativ”.

Der Forscher Turner hat es auf die Eichung der Tests abgesehen. Antikörpertests weisen nicht das Virus direkt nach, sondern gegen das Virus gebildete Antikörper. ”Solche indirekten Nachweisverfahren müssen an direkten Nachweisen geeicht werden.” Ein solcher direkter Nachweis könnte nur ein Virusnachweis per Isolation sein. Man müsse jedes einzelne Testergebnis mit einer Virusisolation kontrollieren. ”Hat man 100 Testpersonen, und stimmen die Ergebnisse von Antikörpertest und Isolation bei allen überein, dann hat man einen Test entwickelt, der zu 100 Prozent spezifisch ist.”

Für Turner liegt das Problem darin, dass es eine solche Eichung niemals gegeben habe, auch nicht durch das, was HIV-Forscher fälschlicherweise als Isolation bezeichneten. Auf dieser Basis könne nicht davon ausgegangen werden, dass vom Test als Antikörper angezeigte Partikel tatsächlich etwas mit einer HIV- Infektion zu tun hätten. ”Wenn man einen Schwangerschaftstest entwickelt, dann muss man dessen Ergebnis doch auch daran überprüfen, ob in den Gebärmüttern der Frauen sich tatsächlich ein Baby befindet, oder nicht.”

Für Turner ein zusätzliches Problem des Tests: Antikörper seien nicht spezifisch nur gegen einen Erreger gerichtet. ”Ärzte auf der ganzen Welt diagnostizieren zum Beispiel Pfeifersches Drüsenfieber, in dem sie menschliches Blut nach Antikörpern gegen Pferdeblut untersuchen.” Es klinge absurd, aber die Erklärung sei einfach: ”Die gegen Pferdeblut gerichteten Antikörper sind die gleichen wie die gegen den Erreger des Drüsenfiebers. Und weil man davon ausgehen kann, dass Menschen mit Drüsenfieber kein Pferdeblut injiziert worden ist, funktioniert dieser Test.”

Es fehlen internationale Standards

Doch zurück zum HIV- Antikörpertest. Turner kann dutzendweise wissenschaftliche Arbeiten zitieren, dass HIV- Tests etwa aufgrund von Grippe, Hepatitis oder passivem Analverkehr positiv ausfallen. Insgesamt sind es 60 Faktoren, die für einen positiven Test verantwortlich sein können, obwohl keine HIV- Infektion vorliegt. ”Man könnte frisch HIV-positiv Getesteten auch mitteilen, sie hätten eventuell eine Infektion mit Laborchemikalien, denn auch aufgrund einer Verunreinigung im Labor, beispielsweise mit Trinitrophenyl, kann ein Test positiv ausfallen.”

Eines von Turners Hauptargumenten ist das Fehlen international gültiger Standards für eine HIV-Diagnose. ”Es gibt zwei HIV-Tests: Einmal den sogenannten Elisa. Der soll jede Blutprobe identifizieren, die HIV- Antikörper enthalten könnte. Und dann den Westernblot, man nennt ihn auch Bestätigungstest. Der wird gemacht, wenn der Elisa positiv ausfällt.” Aufgabe des Westernblot: All jene Blutproben auszusortieren, die nicht mit absoluter Sicherheit HIV- Antikörper enthielten.

Turner findet es widersinnig, dass in seiner australischen Heimat, wie fast in jedem Land, ein positiver Westernblot als definitiver Beweis einer HIV-Infektion gelte. In England hingegen sei seit Anfang der 90er Jahre der Westernblot wegen Unzuverlässigkeit aus dem Verkehr gezogen. ”Doch es kommt noch besser,” so Turner weiter. ”Die Kriterien, wann ein Westernblot-Resultat als HIV-Infektion interpretiert wird, sind weltweit völlig unterschiedlich. Es ist mir unverständlich, dass es niemandem auffällt, dass hier unwissenschaftlicher Unfug mit tödlichen Folgen für die Getesteten getrieben wird.”

Ein Westernblot hat bis zu 10 Bereiche, die Banden genannt werden. Jede Bande testet auf Antikörper gegen ein Eiweiß, von dem man vermutet, dass es nur beim HI-Virus vorkommt. Reagiert eine Bande, etwa durch Verfärbung oder Ausflockung, so bedeutet dies, dass das getestete Blut Antikörper gegen dieses Eiweiß hat. ”Eigentlich müsste, wenn diese Antikörper nur gegen HIV gerichtet sind, schon eine reagierende Bande genügen, um auf eine HIV-Infektion zu schließen,” so Turner. Aber die Realität sieht anders aus. In Afrika sind es zwei Banden, die reagieren müssen, in Deutschland drei und in Australien vier. In den USA ist es noch konfuser: Zwei oder drei Banden müssen reagieren, je nachdem, bei welchem Institut sich ein Mensch testen lässt.

Für Turner ist dies pure Willkür. ”Nehmen wir an, ein Pilot aus Uganda lässt sich in seiner Heimat Afrika testen. Zwei Banden reagieren, jetzt gilt er als HIV-infiziert.” Eine Stunde später sitze der Pilot beispielsweise in einem Flieger nach Berlin. In Tegel zeigt er einem Berliner Arzt den in Afrika gemachten Test, oder macht einen neuen. Der Berliner Arzt würde dann auf Basis der in Deutschland gültigen Vorschriften sagen: ”Da reagieren ja nur zwei Banden. Glück gehabt, sie sind HIV-negativ.”


Geringste Infektionszahlen in Australien

Etwas ironisch rät Turner allen HIV-positiv getesteten Menschen, ihr Geld in einen Flug nach Australien zu investieren: ”Das Geld ist gut angelegt. Bei uns braucht man sogar vier reagierende Bereiche im Westernblot, das macht die Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests sehr gering.” So ließen sich auch die weltweit geringsten Infektionszahlen, die Australien hat, erklären.

Turner legt dabei Wert auf die Feststellung, dass es keine wissenschaftlich gültige Grundlage gebe, bei irgendeinem Menschen auf dieser Welt von einer nachgewiesenen HIV-Infektion auszugehen zu können: ”30 Prozent aller Empfänger von Bluttransfusionen entwickeln sogenannte HIV-Antikörper, ohne infiziert zu sein. Wenn man Hunde auf HIV testet, stellt man bei 50 Prozent von ihnen Antikörper gegen HIV fest.” Von einem Hund, der mal AIDS bekommen hätte, sei allerdings in der Wissenschaftsliteratur kein einziger Bericht zu finden. Ähnliche Beobachtungen habe man auch bei Mäusen gemacht: HIV-negativen Mäuse wurde das Blut anderer HIV-negativer Mäuse per Spritze injiziert. ”Plötzlich hatten die Mäuse das im Blut, was als Antikörper gegen HIV betrachtet wird.”

Auch wenn man die Geschichte der Entwicklung von HIV-Tests betrachte, so Turner, stoße man auf Unglaubliches: ”1985 wurde beim Westernblot auf Antikörper gegen ein einziges angebliches HIV- Eiweiß getestet. Das Protein p24. Reagierte der Test, galt man als HIV-Infizierter. Heute würden die Westernblots aber auf 10 verschiedene Antikörper gegen HIV-Proteine testen, das P24 sei nur noch eines davon. Das führe zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen bei ein und dem selben Blut. Was 1985 als HIV-infiziert befunden wurde, würde heute mit hoher Wahrscheinlichkeit als nicht infiziert betrachtet.”

”Es gab da eine interessante Wissenschaftsstudie, an der die Australierin Elisabeth Dax 1991 beteiligt war. Blut von 10 Drogensüchtigen, bereits Anfang der 70 er Jahre eingefroren, war 1985 mit dem damaligen HIV-Test überprüft worden. Alle Proben wurden als HIV-infiziert befunden.” Doch Dax machte 1991 eine überraschende Entdeckung, als die Ergebnisse von 1985 überprüft wurden. Von zwei, inzwischen drogenfreien Personen, die 1985 die am eindeutigsten positiven HIV-Diagnosen bekommen hatten, wurde frisches Blut entnommen und getestet. Es war HIV-negativ.

”Die Ergebnisse von Dax waren erstaunlich: Alle zehn Menschen, Anfang der 70er Jahre drogensüchtig, im Nachhinein 1985 als HIV-positiv erklärt, lebten noch und hatten ihre Drogensucht bewältigt. Nur einer war inzwischen verstorben, es war ein Motorradunfall. In seinem Körper wurde jedoch nichts gefunden, was auf eine HIV-Infektion schließen ließ.” Fazit der Studie sei, so schrieben die Autoren wörtlich: ”Es sei möglich, dass Antikörper gegen ein nicht-krankheitsauslösendes Virus im Laufe der 17-18 Jahre aus ihrem Körper verschwunden ist.”

Das Fazit von Turner: ”Wenn die ehemals Drogensüchtigen vor der Studie von Dax gestorben wären, dann hätte es geheißen, sie wären an HIV gestorben. Aber so gelten die Tests von 1985 als ,falsch-positiv`.”

Tests, die zu solch absurden Aussagen kommen, seien Grundlage des Todesurteils ”HIV-positiv”. Hinzu komme, so Turner dass es unverantwortlich sei, Menschen wegen der Testergebnisse mit hochtoxischen Medikamenten zu behandeln.

Gesund - ohne Medikamente

Eine Frau, die sich nicht zur Einnahme dieser Medikamente hat überreden lassen, ist Karin Peters (Name von der Redaktion geändert) aus dem Westteil Berlins. Vor gut 13 Jahren wurde sie positiv getestet, hätte um ein Haar ihre zweijährige Tochter zur Adoption freigegeben. Damals dachte sie, innerhalb kurzer Zeit müsse sie sterben. Warum sie noch lebt, gesund ist und einen Vollzeit-Job hat, ist für sie keine Frage: ”Ich habe nie die Medikamente genommen.” Es sei doch Unsinn, einem gesunden Menschen, der einen positiven HIV-Test habe, gleich Mittel mit starken Nebenwirkungen einzuflößen.

Menschen wie Karin Peters werden als `Langzeitüberlebende` oder `Langzeitpositive` bezeichnet, weil ihr Test mehr als zehn Jahre zurückliegt. Ungefähr 99 Prozent dieser Langzeitpositiven haben eines gemeinsam: Seriösen wissenschaftlichen Studien zufolge haben sie niemals die gegen HIV entwickelten Medikamente über längere Zeit genommen.

Armin Langmann aus Charlottenburg (Name geändert), sein positiver HIV-Test liegt zwei Jahre zurück, will diese Medikamente auch nicht nehmen: ”Mir geht es gut und ich werde auch nie wieder einen Fuß in eine Schwerpunktpraxis setzen.” Die Ärzte dort hätten ihn mit dem Todesvirus Angst gemacht und hätten ihn dadurch zu den ”Cocktails” überreden wollen. ”Wenn sie diese Mittel nicht nehmen, dann müssen sie sterben”, hätten sie dem 44-Jährigen gesagt.

Für die Frankfurter Ärztin Juliane Sacher haben die Ergebnisse der Tests doch eine Aussagekraft: ”Fast immer sind es Erkrankungen, die nichts mit AIDS zu tun haben, oder auch anhaltender Drogenmissbrauch, die ein positives Testresultat verursachen.” Nicht zum Test zu gehen, damit helfe man sich nicht. ”Man muss die Ursache therapieren, die zu dem positiven Test geführt hat.”
Mit den Cocktails funktioniere das jedoch auf keinen Fall.

Die Reportage von Michael Leitner und Jan-Philipp Hein sollte ursprünglich in einer Berliner Zeitung erscheinen, doch der wenig couragierte Chefredakteur machte zum Schluß einen Rückzieher. Daraufhin erklärten die Autoren ihr allgemeines Einverständnis mit der Veröffentlichung durch andere Medien. - Es folgen noch drei weitere Teile. Die SE-Red.

(Quelle: saar-echo.de - 24.9.2006)


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 Betreff des Beitrags: AIDS - Dekonstruktion einer Seuche
Verfasst: 16. Oktober 2006 02:33 
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Wie HIV und AIDS- Statistiken zustande kommen / Irrtümer und Fehlbehandlungen der frühen 80er Jahre

Saarbrücken. Eine ”katastrophale Verbreitung” der AIDS-Fälle sah Johanna L`age-Stehr 1985 auf die Bundesrepublik zukommen. Eine bedrohliche Grafik gab es zu der apokalyptischen Voraussage dazu. Mit einem Lineal sollte man eine Linie fortführen, um zu ermitteln, in welchem Jahr wie viele Bundesbürger an AIDS gestorben wären. Wären die Prophezeiungen der Professorin des Robert Koch Instituts (RKI) eingetreten, würde kein Deutscher diese Zeitung lesen. Denn die Bundesrepublik wäre seit dem Jahre 1996 nicht mehr existent. Alle Deutschen wären gestorben.

Nicht nur das Fortbestehen der Bundesrepublik Deutschland, auch die aktuellen Zahlen des Arbeitgebers der Professorin machen deutlich, wie sehr sie sich irrte. So sind nach Statistiken des RKI bis Ende 1999 11.754 Menschen in Deutschland an dem Immunschwächesyndrom gestorben. Frau L`age-Stehr sah diesen Stand schon für das Jahr 1989 voraus.

Auch von einer Seuche, die ihre Risikogruppen, also Homosexuelle, Bluter und Drogenabhängige, verlässt, wie Forscher und AIDS-Hilfen in der Vergangenheit immer wieder voraussagten, kann in Industrienationen keine Rede sein. So tauchen in einer RKI-Tabelle insgesamt, seit Bestehen von AIDS 1112 AIDS-Fälle bei Heterosexuellen auf. Bei den Homo- und Bi-sexuellen sind es 11.825. Intravenös Drogenabhängige entwickelten in 2740 Fällen das Immunschwächesyndrom.

Zum Vergleich: Aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass an Herzinfarkten in Deutschland allein im Jahre 1998 81988 Menschen verstarben. Das sind fast sieben Mal mehr Opfer in einem Jahr, als AIDS seit Beginn der ”Epidemie” forderte. 22482 Menschen starben im Jahre 1997 bei Unfällen. 180 Menschen starben damals mit der Diagnose AIDS.

Dennoch wird beispielsweise der Spiegel nicht müde, Schrecken über die Republik zu verbreiten. Titel wie ”Das große Sterben - Aids rückt näher” oder ”AIDS - Paare in Gefahr?” haben jedoch nicht viel mit den offiziellen Zahlen des Robert Koch Instituts zu tun.

Diese erstaunen wiederum, wenn man den Osten betrachtet. In den neuen Bundesländern scheint AIDS kein Problem zu sein. So gibt es in Thüringen auf eine Millionen Einwohner knapp sieben AIDS-Fälle. Es folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In diesen Bundesländern kommen auf eine Millionen Einwohner zwischen 8 und 19 AIDS-Fälle. Die wenigsten AIDS-Fälle in den alten Ländern hat Bayern. Doch dort sind es schon 100 auf eine Millionen Einwohner. Verblüffend ist auch der Unterschied der Hauptstadthälften. Im Ostteil Berlins kommen auf eine Millionen Einwohner 194 AIDS-Fälle, im Westen sind es 1616. Insgesamt stammen zwei Prozent aller AIDS-Fälle aus dem Osten, den Ost-Teil Berlins mit eingerechnet. Dazu Ulrich Marcus, Pressesprecher des RKI: ”Da das Virus eine fünf- bis 10-jährige Inkubationszeit hat, treten die AIDS-Fälle jetzt noch nicht auf.” Allerdings habe in den letzten Jahren die Anzahl der HIV-Infektionen dramatisch zugenommen, so Marcus. Mit Zahlen konnte er das jedoch nicht belegen.

Auch zu Vorwendezeiten stand der Osten gut da. 1989 meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass es in der DDR vier AIDS-Kranke gegeben habe.

Zweifelhafte Erklärungen

Woran liegt es, dass das HI-Virus sich nicht im Osten ausbreitet? Glaubte man 1989 dem Ost-Berliner AIDS-Experten und Dermatologen Nils Sönnichsen , lag es an einer wirkungsvollen Strategie der DDR.

Für die Zahlen aus 1997 hat man eine Erklärung: Christian Kollan vom RKI ”Die Latenzzeit des Virus liegt bei zehn Jahren”, es sei also jetzt mit der Krankheitswelle zu rechnen. Doch jetzt gibt es noch keine Daten.

Eine andere Erklärung für diese Zahlen hat Heinrich Kremer. Der Mediziner und ehemalige ärztliche Direktor einer Drogenklinik, die von fünf Bundesländern getragen wurde, sagt: ”Wäre AIDS eine Infektionskrankheit, hätte sie auch in die DDR einbrechen müssen.” Schon lange vor der Wende habe es schließlich einen regen Sex-Tourismus von West-Berliner Schwulen nach Ost-Berlin gegeben. ”Diese hätten, der Theorie nach, die Ost-Berliner Sexualpartner mit dem vermeintlich tödlichen ,AIDS-Virus` infizieren müssen.” Die Verbreitung von AIDS hätte sich dem Westteil Berlins angleichen müssen.

Es ist nicht nur der Osten Deutschlands, der gesamte ehemalige Ostblock ist weitestgehend verschont. Das HIV scheint sich an ein Zitat aus dem Billy Wilder-Film ”eins, zwei, drei” zu halten. ”Moskau ist zum Weglaufen da, nicht zum Hinfahren!” Denn bis 1997 gab es in Russland, das 147 Millionen Einwohner hat, nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation 268 gemeldete AIDS-Fälle. Auch in Tschechien, einem Sex-Tourismus Land, kam die WHO auf gerade Mal 119 gemeldete AIDS-Fälle. Zum Vergleich: Allein der Stadtstaat Bremen hat 259 gemeldete AIDS-Fälle.

Auch Afrika müsse aus epidemiologischer Sicht anders betrachtet werden. Das fordert Christian Fiala. Der Wiener Arzt hat sich in seinem Buch ”Lieben wir gefährlich” mit dem angeblichen Seuchenherd Nummer eins auseinandergesetzt. Er ist auch in der vom südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki einberufen Expertenkommision zu AIDS dabei ”In Afrika ist alles wie immer. Die Krankheiten die heute AIDS heißen, hatten vor der Entstehung von AIDS nur andere Namen, wie beispielsweise Tuberkulose, Malaria und Cholera.” Es gebe in Afrika jetzt nicht mehr Kranke als vor AIDS.

AIDS wird in verschiedenen Regionen der Erde unterschiedlich charakterisiert und diagnostiziert. Die Diagnose von AIDS erfordert in Afrika noch nicht einmal einen Antikörpertest. Der Patient wird nach Augenschein als AIDS-Krank oder nicht AIDS-Krank eingestuft. Die Kriterien dafür wurden 1985 in Bangui, der Hauptstadt des Staates Zentralafrika festgelegt. Nach ihr reichen beispielsweise ein Gewichtsverlust von 10 Prozent binnen eines Monats, chronischer Durchfall, auch länger als ein Monat sowie beispielsweise trockener Husten aus, um als AIDS-Krank definiert zu werden. Dies hält Fiala für zynisch. ”Man muss sich doch nur die Lebensbedingungen in Afrika vor Augen führen, um zu merken, dass man diese Symptome sehr leicht bekommen kann.” Als Beispiele nennt der Österreicher verschmutztes Wasser oder verunreinigte Nahrung. Angeprangert wurde das 1996 auch in einem Bericht der WHO.

Auch die WHO-Zahlen über geschätzte und tatsächlich gemeldete Zahlen sind in Afrika erstaunlich. Südlich der Sahara stehen zehneinhalb Millionen geschätzten AIDS-Fällen im Jahre 1997 genau 645(676 gemeldete AIDS-Fällen entgegen.

Das Immunschwächesyndrom hat trotz des angeblichen gleichen Erregers HIV in Afrika einen anderen Ausbreitungsweg. AIDS wird beispielsweise in Deutschland zu fast 85 Prozent in den Risikogruppen, Homosexuellen, intravenös Drogensüchtigen und Blutern übertragen. Fast 90 Prozent aller AIDS-Fälle in Deutschland entfallen auf Männer.

Ganz anderes Bild südlich der Sahara. Bei Frauen und Männern wird dort etwa gleich häufig AIDS diagnostiziert. ”Und da ist das Problem”, so Christian Fiala. Es würde schließlich immer gesagt, dass AIDS ein Riesenproblem in Afrika sei. ”Doch wenn ich dann mal die Frage stelle, was denn AIDS in Afrika sei, herrscht betretenes Schweigen.”

Der AIDS- Mythos

”Hätte man sich 1981 die Krankengeschichte der ersten fünf AIDS-Patienten etwas genauer angesehen, dann wäre der Welt die ganze AIDS-Hysterie erspart geblieben.” Das sagt Heinrich Kremer, Medizinaldirektor a.D. und Arzt. Kremer beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit dem Phänomen AIDS. Als 1981 in Los Angeles die ersten AIDS- Patienten auftauchten, war Kremer Direktor einer Fachklinik für Drogenabhängige, die in der Bundesrepublik von fünf Bundesländern getragen wurde.

Kremer kann nicht verstehen, warum die US- Seuchenbehörde CDC (Centers for Desease Control) damals eine Infektionskrankheit bei den ersten 5 Patienten vermutete: ”Die CDC erklärte die 5 jungen Schwulen für `vorher gesund`, deshalb fand man keine Erklärung für die `Immunschwäche` der Männer.” Hätte man sich ihren Lebenswandel, ihren Drogenkonsum angeschaut, hätte es keinen Arzt wundern dürfen, dass diese 5 Männer erkrankten.

Ein Blick in den Bericht der CDC von 1981 scheint Kremers Aussage zu bestätigen: ”Alle 5 berichteten über den Gebrauch von inhalativen Drogen.” Dazu Kremer: ”Das ist Poppers, bis heute eine vor allem bei schwulen Männern sehr beliebte Schnüffeldroge, die vor allem den Analverkehr erleichtert.” Poppers, die chemische Bezeichnung ist Amylnitrit, schädigen das Immunsystem, reduzieren die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren. Sie verursachen Blutarmut, schädigen die Lunge, bedingen elluläre Veränderungen bis hin zu Krebs. Dazu Kremer: ”Wer Poppers regelmäßig nimmt, der schädigt nachhaltig die körpereigene Energieproduktion, sein Immunsystem und riskiert, das Kaposi Sarkom (KS), eine Art Krebs, zu entwickeln.” Kaposi käme unter AIDS-Kranken beinahe ausschließlich bei Schwulen vor. ”Wieso ist man 1981 nicht darauf gekommen, dass einige der AIDS-Patienten diesen Krebs bekamen, weil sie regelmäßig Poppers benutzten? Es gab schon damals entsprechende Fachliteratur.”

Doch damit nicht genug. Kremer findet weitere Ansatzpunkte, die ersten AIDS-Fälle zu erklären: ”Ich bin auf mehrere Studien gestoßen, die ganz klar aufzeigen, dass schwule Männer in den Großstädten ab Ende der 70er Jahre extrem häufig mit dem Antibiotikum Cotrimoxazol (auch Bactrim genannt) behandelt wurden. Und zwar sehr viel häufiger als andere Teile der Bevölkerung.” Dieses Mittel schädige die Mitochondrien, in menschliche Körperzellen eingebaute Bakterien, die fast die gesamte Körperenergie produzierten. ”Auch die Darmflora wird von Cotrimoxazol angegriffen, Nahrung kann deshalb nicht mehr richtig verwertet werden, die Menschen bekommen Auszehrungserscheinungen, verlieren an Körpermasse.”

Antibiotika sind Medikamente, die schädliche Bakterien abtöten oder ihre Vermehrung verhindern sollen. Im menschlichen Organismus jedoch gibt es viele Milliarden Bakterien, ohne die der Körper gar nicht existieren kann. Auch diese würden, so Kremer, von den Antibiotika, besonders von Cotrimoxazol, vernichtet.

”Dieses Mittel wurde von schwulen Männern in den westlichen Metropolen sehr häufig genommen. Unter ihnen kamen Geschlechtskrankheiten in den 70er Jahren viel häufiger vor, als unter Heterosexuellen.” Ursache dafür sei, dass ein Teil der Schwulen extrem viele Sexualpartner habe und passiver Analverkehr deutlich anfälliger für Krankheitsübertragungen sei. ”Cotrimoxazol ist ein doppelter Folsäurehemmer. Aber Folsäure ist auch eine unverzichtbare Komponente, wenn der Körper neue Zellen aufbauen will.” Folge der Einnahme von Cotrimoxazol: Der Körper habe weniger Energie zur Verfügung, das Immunsystem werde geschwächt und könne seine Hauptaufgabe, altes Zellmaterial zu entsorgen nicht mehr wahrnehmen. ”Und davon profitieren Mikropilze, die der Erreger der unter AIDS- Patienten gefürchteten PCP- Lungenentzündung (pneumocystis carinii pneumonia) sind.” Dies sei von den AIDS- Medizinern nicht richtig erkannt worden, weil viele eine andere Erregerart für die AIDS- typische Lungenentzündung verantwortlich machen. ”Außerdem ist man unter Medizinern beinahe ein Ketzer, wenn man dem Nutzen von Antibiotika ihre Nachteile entgegenhält.”

Heinrich Kremer, der sich ausführlich mit den ersten AIDS-Fällen beschäftigt hat, kreidet der US-Seuchenbehörde CDC und den Ärzten in Los Angeles einen fundamentalen Fehler an: ”Man hat die Menschen weiterhin mit Cotrimoxazol behandelt. Also mit dem Medikament, das Schuld war an ihrem schlechten Gesundheitszustand, der Ursache ihrer PCP-Infektionen.” Außerdem habe man ihnen noch weitere stark nebenwirkungsreiche Medikamente gegeben, die ihren Gesundheitszustand nicht gerade positiv beeinflusst hätten.

Für Kremer liegen die Ursachen für diese Fehlinterpretationen tief in den Denkstrukturen der pharmaorientierten Schulmedizin verankert. Es sei für einen durchschnittlichen Mediziner einfach nicht vorstellbar, dass Medikamente Menschen schaden könnten und zusammen mit Drogen lebensbedrohliche Krankheitssymptome auslösen können: ”Die Chance, das Phänomen AIDS als ein Resultat der exzessiven Lebensweise eines Teils der schwulen Szene zu verstehen, wurde 1981 ausgeschlagen. Man hat außer Poppers und Cotrimoxazol auch andere Fakten verdrängt.” Kremer meint damit, dass einer der fünf Patienten intravenös Drogenabhängig war und zwei an Leberschäden litten. ”Zusammen sind das doch eindeutige Hinweise darauf, dass diese Menschen Raubbau an ihrem Körper betrieben hatten. Um Ihren schlechten Gesundheitszustand zu erklären, brauchte man kein neues Virus zu vermuten.”

Heinrich Kremer ist auch nicht gut auf die Deutsche AIDS-Hilfe zu sprechen: ”Es ist unglaublich, die behaupten in einer Broschüre, Poppers sei harmlos, jeglicher Zusammenhang mit AIDS sei widerlegt. Beweise erbringen sie aber nicht. Für mich ist damit die AIDS-Hilfe mitschuldig an zahllosen neuen AIDS- Fällen, weil sie Poppers verharmlosen.”

Die von Kremer angesprochene Broschüre ”Argumente gegen die AIDS- Kritik”, 1994 erschienen, soll Argumente gegen AIDS-Kritiker liefern: ”Wer also den Gebrauch von Poppers einzuschränken versucht, sollte dies offen mit dem Argument der Drogenfreiheit und der Einschränkung individuellen Verhaltens tun.” Heinrich Kremer: ”Es ist unglaublich. Die Deutsche AIDS- Hilfe sagt Ja zu Sexdoping mit Hilfe von toxischen Drogen.”

Nicht nur Poppers, auch die Medikation von Menschen sollen bei AIDS eine Rolle spielen. Das sagt Claus Köhnlein, ein klassischer Schulmediziner aus Kiel. Köhnlein, der eine längerfristige Einnahme der AIDS-Medikamente für eine der Hauptursachen von AIDS hält: ”Die gültigen Richtlinien empfehlen bei einem Patienten mit positivem HIV-Test eine Dauermedikation mit Cotrimoxazol. Ich glaube nicht, dass sich jeder einzelne Kollege daran hält, das verbietet schon der gesunde Menschenverstand.” Eine Dauermedikation mit einem starken Antibiotikum über Jahre sei keine Prophylaxe, sondern eine ernsthafte Schädigung vieler Vitalfunktionen des Patienten.

Ähnlich wie Köhnlein hält die Frankurter Ärztin Sacher die Medikation von Menschen mit positivem HIV-Test für eine der Ursachen von AIDS und dem Sterben von Menschen: ”Man darf aber nicht vergessen, was mit diesen Menschen psychisch passiert: Sie werden so stark ausgegrenzt, werden durch das Testergebnis als todgeweiht definiert und leiden deshalb über Jahre an Todesangst. Dieser starke Stress alleine kann einen Menschen langsam umbringen, weil das Auswirkungen auf viele physische Prozesse hat. Und das alles aufgrund eines Tests, der keine Aussage über eine HIV-Infektion machen kann.” Das sei unverantwortlich.

Der Charlottenburger Armin Langmann (Name von der Redaktion geändert) weiß ganz genau, wie diese Angst aussieht: ”Als ich vor 3 Jahren HIV-positiv getestet wurde, lag meine alte Existenz von einer Sekunde zur nächsten in Trümmern. Nichts war mehr, wie vor dem Test. Und dann diese ständige Angst, es war schwer, überhaupt noch einen Sinn im Leben zu sehen.”

Auf der Suche nach Hilfe probierte der 44jährige mehrere HIV-Schwerpunktpraxen aus, obwohl er rein intuitiv keine AIDS- Medikamente nehmen wollte. In keiner Schwerpunktpraxis fühlte er sich gut behandelt: ”Jeder Arzt sagte nur: `Sie wissen, sie sind mit einem tödlichen Virus infiziert. Wenn Sie die Medikamente nicht nehmen, werden Sie früh sterben.` Ich finde das unglaublich, da hat man ständig eine Todesangst, und dann trifft man auf Ärzte, die diese Angst benutzen, um einem die Medikamente aufzudrängen.”

Langmann hat lange gebraucht, um einen Arzt zu finden, bei dem er sich in guten Händen weiß: ”Die meisten Ärzte wollen mich als HIV- Positiven bei jedem Schnupfen gleich auf HIV behandeln. Ich habe lange Zeit gebraucht, um einen Arzt zu finden, der meine Krankheiten so behandelt, wie man es mit einem Menschen ohne positivem HIV- Test machen würde. Alle anderen wollten mich zur Einnahme der Cocktails drängen.” Auch an den ”Positiven-Gruppen” der AIDS- Hilfen und anderer Organisationen lässt er kein gutes Haar: ”Die ziehen einen total runter, weil die nur über ihre Laborwerte, über Krankheit und Tod reden.”

Langmann suchte einen eigenen Weg, machte eine Psycho-Therapie, um mit der Angst vor AIDS fertig zu werden. Heute geht es ihm gut, er hat wieder langfristige Pläne: ”Jeder mit einem positiven Test sollte nicht verzweifeln und versuchen, erst mal etwas gegen seine Angstgefühle zu unternehmen. Man muss das Gefühl überwinden, mit einem Todesvirus infiziert zu sein. Ich glaube, dass keiner mit einem positiven Test sterben muss. Den Test sehe ich sehr kritisch, kenne die Todesangst, die er auslöst.”

Sein Testergebnis ist jetzt 3 Jahre alt, Langmann glaubt sich auf einem guten Weg. Für ihn steht fest: ”Ich gehe nie wieder in eine Schwerpunktpraxis, lasse mich nicht durch Ärzte zu etwas drängen. Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, gehe meinen eigenen Weg. Vielleicht stellt sich irgendwann heraus, dass es nicht der richtige war. Aber dann kann ich wenigstens sagen: Es war mein eigener.”

Die Reportage von Michael Leitner und Jan-Philipp Hein sollte ursprünglich in einer Berliner Zeitung erscheinen, doch der wenig couragierte Chefredakteur machte zum Schluß einen Rückzieher. Daraufhin erklärten die Autoren ihr allgemeines Einverständnis mit der Veröffentlichung durch andere Medien. Es folgt noch ein weiterer Teil. Die SE-Red.

(Quelle: saar-echo.de)


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Verfasst: 3. Mai 2008 19:06 
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3. Mai 2008

HIV hat nichts mit irgendwelchen exotischen Affen zu tun, sondern mit dem amerikanischen Militär / Fortsetzung der Serie ueber “Grosse Lügen” der Zeitgeschichte.

Saarbrücken. In unserem zweiten Teil zum Thema “Grosse Lügen” der Zeitgeschichte geht es um den Komplex AIDS: ­ Wechseln wir den Schauplatz und die Zeit. Fangen wir mal in der Vergangenheit an. ­ Wo sollen wir anfangen? Sagen wir mal 1979. Warum? Nun, da taucht plötzlich Aids in Amerika auf. Woher kommt diese Krankheit? Was ist sie? Die grosse Lügenmaschine wird in Gang gesetzt und fängt an zu laufen. Alles was jeder von uns ­ auch und vor allen Dingen Betroffene und Ärzte­ darüber zu wissen glaubt, ist ein Produkt aus dieser Maschine. Natürlich klingt das mal wieder nach paranoiden Verschwörungstheorien, Querulantentum und Staatsfeindlichkeit oder all sowas. Ist das wirklich so? Gibt es niemanden, der die “andere Wahrheit” kennt und auch ausspricht? Doch! Einige haben den Mut gehabt, die Wahrheit zu sagen. Zum Beispiel , ein hervorragender Kenner der Virologie. Was hatte er zu sagen? Hier ein Auszug aus seiner Stellungnahme:

“Prof. Dr. Jakob Segal, Berlin, am 31. August 1989:

Unsere Thesen lauteten:

1. Das AIDS entstand nicht vor unbestimmter Zeit in Afrika. Es trat 1979 erstmalig in den USA auf und verbreitete sich von da aus auf Westeuropa und etwas später auf Zentralafrika.

2. Der Erreger des AIDS HIV entstand nicht durch die Umwandlung eines aphatogenen in afrikanischen Affen schmarotzenden Virus, das durch das Eindringen in die menschliche Blutbahn ins HIV umgewandelt wurde. Genauso wenig entstand dieser Erreger durch unachtsamen Umgang mit verschiedenen Affenviren, bei dem sich in Mischkulturen ein Genaustausch ergeben hätte.

3. Das HIV ist ein rekombinantes Virus. Es besteht im wesentlichen aus einem Visna-Virus, in dessen Genom durch Genmanipulation ein Abschnitt des Genoms vom krebserregenden Virus HTLV­I eingefügt wurde. Es ist also ein Laborprodukt.

4. Die Konstruktion des HIV erfolgte im Hochsicherheitslabor vom Typ B4 im Gebäude Nr. 550 in Fort Derrick, dem zentralen biologischen Laboratorium des Pentagons, das im Herbst 1977 eröffnet wurde.

Unsere erste These hat sich in den letzten Jahren voll bestätigt. In sämtlichen westeuropäischen Ländern konnte man die Infektion nach Amerika zurückverfolgen. Sie erfolgt teils durch den Kontakt mit nordamerikanischen Homosexuellen, teils durch Blutprodukte aus den USA.

Das AIDS trat erstmalig 1979 in New York auf, 1981/­1982 in Westeuropa, 1983 in Zentralafrika. Viel Beachtung fand der angebliche Nachweis von Antikörpern gegen HIV in Seren von Afrikanern, die bereits Jahrzehnte vor dem Auftreten des AIDS in den USA abgenommen und konserviert worden waren. Bis über 90 Prozent dieser Seren erschienen AIDS-­positiv. Wir waren unter den ersten, die auf wahrscheinliche Fehlerquellen bei dem benutzten Testverfahren hinwiesen. Inzwischen sind diese Fehler eindeutig erkannt worden. Verschiedene Forschergruppen haben mit verbesserten Methoden mehrere tausend konservierte Seren neu untersucht und dabei festgestellt, dass bis 1981 keines dieser Seren Antikörper gegen HIV enthielt.

Eine unrühmliche Ausnahme stellt die Gruppe Nahamias dar, zu der auch Robert Gallo gehört. Sie untersuchten 1213 Seren, die in den Jahren von 1950 ab eingefroren worden waren. Davon erwiesen sich 1212 Seren als negativ und eines als positiv. Allerdings mussten die Autoren bei diesem Serum vermerken, seine Herkunft sei ungesichert. Jeder normale Wissenschaftler hätte selbstverständlich dieses Serum mit der ungesicherten Herkunft aus der Statistik gestrichen und veröffentlicht, er habe 1212 negative Seren vorgefunden. Robert Gallo veröffentlicht aber die Resultate unter der Überschrift: `AIDS schon seit 1959 in Afrika.` Das ist eine bewusste Desinformation, und es ist nicht erstaunlich, dass die Massenmedien sie begeistert weiterverbreiteten, während die gegenteiligen Befunde so anerkannter Forscher wie Hunsmann, Biggar oder Jay Levy überhaupt nicht erwähnt werden.

Für den Fachmann war die Situation jedenfalls klar, und 1987 gab Jonathan Mann, der Leiter der Sektion AIDS beim WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine offizielle Erklärung ab, wonach es keinen wissenschaftlich fundierten Beweis für einen afrikanischen Ursprung des AIDS gäbe. Um so erstaunlicher war es, dass ein Jahr später, beim AIDS-­Kongress in Stockholm im Juni 1988 derselbe Jonathan Mann eine Klassifizierung der AIDS-­Epidemie vorlegte, bei der in die erste Gruppe die USA, Westeuropa und Zentralafrika eingestuft wurden als die Gebiete, in denen `etwa gleichzeitig` zwischen 1979 und 1983 die ersten AIDS-­Fälle aufgetreten waren. Die unangenehme Tatsache, dass das AIDS 1979 in New York, 1981 in Europa und erst 1983 in Afrika auftrat, dass also der Ursprung der Epidemie in den USA zu suchen ist, wird damit zwar nicht widerlegt, aber elegant unter den Teppich gekehrt.”

Der Aufbau des HIV

Der Besitz genauer Genomkarten gestattet es jetzt, mit großer Sicherheit die Verwandtschaftsverhältnisse verschiedener Viren darzustellen. Diese Erkenntnis zeigen den Stammbaum der Retroviren, der aus dem Vergleich von Genen von drei verschiedenen Eiweissen, dem der reversen Transkriptase, der Ribonuklease H und dem Hauptprotein der äusseren Hülle des Virus gewonnen wurde (MacClure et al.,1988). Bei allen drei Proteinen findet man, dass das HIV und das Visna-­Virus stets vom gleichen Ast des Stammbaums abzweigen, dass sie also von allen Retroviren am nächsten untereinander verwandt sind.

Alle modernen Vergleichsmethoden bestätigen diesen Befund, allerdings mit einer kleinen Ausnahme: Im Genom des HIV findet sich ein kleiner Abschnitt von ca. 3 Prozent der Gesamtlänge, der sich im Genom des Visna-­Virus nicht wieder findet. Dagegen entspricht dieses Stück genau einem Abschnitt im Genom des HTLV­I. Das Genom des HIV entspricht also genau dem Genom eines Visna-­Virus, das durch einen Abschnitt des Genoms vom HTLV­I vervollständigt wäre.

Das Visna-­Virus ist der Erreger der Visna-­Krankheit des Schafs, dessen Gehirn es langsam im Verlauf mehrerer Jahre zerstört. Dieses Virus infiziert nicht den Menschen. Das HTLV­I (Human-­ T-­cell-­Leukemia-­Lymphoma-­Virus) erzeugt in den von ihm befallenen Menschen einen Tumor, der zwar immer tödlich verläuft, aber nur einer von 10.000 Menschen, in deren T4-­Zellen das Virus eingedrungen ist, entwickelt einen Krebs, und auch bei diesen kann es oft mehrere Jahrzehnte dauern, bis die Krankheit ausbricht.

Das Visna-­Virus tötet mit Sicherheit, geht aber nicht an den Menschen. Das HTLV­I tötet nur ganz selten, aber es vermehrt sich in den menschlichen Lymphozyten. Kombiniert man beide Genome, so erhält man ein Virus, das den Menschen angreift und in allen Fällen tödlich ist: das HIV. Seitdem wir diese These Anfang 1986 veröffentlichten, mehren sich die Beweise dafür, dass das HIV ein `Konstrukt` aus Visna und HTLV­I ist.

Die meisten erforderten eine eingehende molekularbiologische Untersuchung, die an dieser Stelle zu weit führen würde. Ich will mich daher nur mit zwei Argumenten begnügen. Seit Mitte 1986 beobachten wir in steigendem Masse, dass AIDS-­Kranke an nervösen Störungen leiden, die bis zur tödlichen Demenz führen, wenn der Patient nicht vorher an der Immunschwäche stirbt. Die Schäden am Gehirn, wie auch an Lunge, Darm und Nieren sind die gleichen, wie man sie auch bei visnakranken Schafen findet.

Praktisch laufen beim AIDS parallel zwei Krankheiten ab: Eine, die, wie beim Visna, Gehirn und innere Organe zerstört, wobei das Virus durch Markophagen in diese Organe hineingeführt wird; die andere dagegen ist eine Immunschwäche und wird dadurch hervorgerufen, dass das Virus nicht nur in den Makrophagen, sondern auch in den T4-­Lymphozyten schmarotzt, die bei der Immunabwehr eine Schlüsselrolle spielen. Genau das muss sich ergeben, wenn das Visna-­Virus zusätzlich mit der Fähigkeit ausgestattet wird, in die T4-­Zellen des Menschen einzudringen, was das HTLV­I ja auch vermag.

Das rekombinante Virus erzeugt eine `rekombinante` Krankheit.

Einen Beweis ganz anderer Art verdanken wir Prof. Chandra. Bei der Untersuchung der reversen Transkriptase, dieses für die Retroviren so charakteristischen Ferments, das das Genom des Virus aus der RNA­ in die DNA-­Form umschreibt, fand Chandra, dass das aktive Ferment des HIV aus zwei diskreten Fraktionen besteht. Auf Rückfrage bestätigte er mir, dass die reverse Transkriptase von HTLV­I nur eine Fraktion aufweist, die des Visna-­Virus nur die andere. Das HIV ist also ganz eindeutig eine Chimäre aus HTLV­I und Visna-­Virus. Dieser in vielen Details experimentell unterbauten Theorie wurde bisher kein ernsthaftes Gegenargument entgegengesetzt.

In der Fachliteratur finden wir lediglich vage Behauptungen. Irgendwo, vielleicht im Amazonasurwald oder in Papua­Neu Guinea, müsse es einen bisher unbekannten Affen geben mit Viren, die dem HIV ähnlicher wären als die bisher bekannten SIV und ins AIDS-­Virus umgeschlagen haben könnten. Dann käme das Aids wohl aus Südamerika oder aus Melanesien und nicht aus Afrika? Das alles sind willkürliche Behauptungen, die durch keinerlei Beobachtungen gestützt werden.

Beweisen lässt sich bisher nur die Behauptung, dass das HIV das Produkt einer gezielten Genmanipulation ist. Gegen diese Theorie versuchte man einzuwenden, dass 1977, zum Zeitpunkt der Konstruktion des HIV, die Gentechnik dazu gar nicht in der Lage gewesen sei. Selbst heute, so wird behauptet, sei es gentechnisch unmöglich, ein AIDS-­Virus herzustellen. Diese letztere Behauptung ist eine glatte Desinformation, die sich an die fachlich nicht informierten Leser wendet. Wir kennen heute über 300 Restriktionsenzyme, die ein Genom höchst genau an einer bestimmten Stelle zerschneiden. Es ist ein leichtes, ein ganz bestimmtes Stück eines Genomes herauszuschneiden und an anderer Stelle wieder einzusetzen.

Solche künstlichen Mutanten sind das Handwerkzeug der modernen Gentechnologie, und ein geschulter Laborant benötigt hierzu keine zwei Wochen. Kürzlich äusserte Frau Dr. Regina Kollek (Mitglied des wissenschaftlichen Stabes der Gentechnik-­Enquetekommission des Bundestages) die Meinung, der Stand der Gentechnologie um 1977 hätte die Konstruktion eines HIV noch nicht gestattet. Hier handelt es sich anscheinend um eine Frage der Terminologie. Die moderne Gentechnologie, mit der man eine Konstruktion präzise und zielgerichtet durchführen kann, ist in der Tat das Produkt der letzten zehn Jahre. Aber vorher gab es die Genmanipulation, bei der der Zufall eine grosse Rolle spielte.

Man kannte damals etwa 50 Restriktionsenzyme. Mit ihnen konnte man mit HTLV­I-­Genomen durchmischtes Hackfleisch herstellen, und in diesen Brei brachte man Genomen des Visna-­Virus hinein, die durch ein einziges Restriktionsenzym an einem einzigen Punkt aufgeschnitten waren. Nach Zugabe von Ligasen verklebt die Lücke, wobei, je nach Zufall, das eine oder andere Bruchstück des Genoms von HTLV­I eingebaut wird. Dieses Verfahren ist als `Schrotschussmethode` bekannt.

Nur wenige der so entstandenen Viren sind vermehrungsfähig, aber durch Selektion, die sich über ein halbes Jahr hinziehen muss, wird schließlich ein Visna-­Stamm gewonnen, der sich in menschlichen T4-­Zellen stark vermehrt, der Ausgangsstamm des HIV. Genmanipulationen dieser Art waren vor 1977 gang und gäbe; die moderne Gentechnologie gab es damals noch nicht.

Das Pentagon bestellt ein neues Virus

Wer hatte Interesse an der Konstruktion eines neuen Virus? Wer trug die hohen Kosten für dieses Projekt? Darauf können wir jetzt eine genaue Auskunft geben.

Am 9. Juni 1969 beantragte Donald MacArthur, zur Zeit Abteilungsleiter im Pentagon, beim Kongress der USA eine Finanzhilfe von 10 Millionen Dollar. Damit könnte man ein neues Virus herstellen, das vom Immunapparat nicht erkannt würde, und gegen das es infolgedessen keine Abwehr geben könnte. Ein solches Virus wäre daher von eminenter militärischen Bedeutung.

Es könnte, laut Gutachten bester Fachleute, in spätestens zehn Jahren verfügbar sein. Das Protokoll der Kommissionssitzung vom 9. Juni 1969 wurde versehentlich veröffentlicht und liegt uns im Wortlaut vor. Darin heisst es unter anderem: `Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahren wird es möglich sein, einen neuen, ansteckenden Mikro-­Organismus herzustellen.. der die menschliche Immun-­Abwehr zerstören würde… Ein entsprechendes Forschungs-­Programm könnte in etwa fünf Jahren und zu Kosten von 10 Millionen Dollar vollendet werden… Es ist ohne eine gesicherte wissenschaftliche Kenntnis über die Machbarkeit einer solchen Waffe… nicht möglich, eine Verteidigung dagegen zu entwickeln.`

Die Protokolle der folgenden Sitzungen, in denen über die Bewilligung der Mittel verhandelt wurde, sind `top secret`. In dem Antrag beschreibt MacDonald genau das AIDS-­Virus. Auch die Termine stimmten, denn zehn Jahre später, 1979, traten in New York die ersten AIDS-­Faelle auf. Es kann also keinem Zweifel unterliegen, dass das AIDS-­Virus auf Befehl des Pentagons und vom Kongress finanziert als prospektive biologische Waffe entwickelt wurde, und dass bereits 1969 der Stand der Genmanipulation vom Pentagon als ausreichend angesehen wurde, um diese Aufgabe erfolgreich durchzuführen.

Diese Aufgabe war klar umrissen. Man kannte bereits das tödliche Visna-­Virus, es ging aber nicht auf den Menschen. Man brauchte es nur mit einem Teil des Genoms eines am Menschen schmarotzenden und nicht unbedingt pathogenen Virus zu kombinieren, um ein für den Menschen tödliches Virus zu erzeugen. Natürlich mussten dafür nur Retroviren benutzt werden, denn gerade die für die Retroviren typische Umschreibung des Genoms in die immunologisch nicht erkennbare DNA-­Form sollte ja das neue Virus den Abwehrkräften des Organismus entziehen.

Man musste nur noch ein humanes Retrovirus finden, und das kannte man 1969 noch nicht. Robert Gallo machte sich sofort an die Arbeit. Schon 1970 konnte er mitteilen, dass er in den Lymphozyten von Patienten mit Lymphom, einem Tumor der Lymphzellen, das für die Retroviren so charakteristische Ferment > Reverse Transkriptase < nachweisen konnte. 1973 berichtete er über virusähnliche Korpuskel, an welche die RT-­Aktivität gebunden sei, und 1975 züchtete er schon in Reinkultur ein neues Virus, das in allem dem später beschriebenen HTLV­I glich, jedoch damals noch nicht so genannt wurde. Nun waren die Vorbedingungen erfüllt, und Gallo brauchte nur noch die entsprechenden Hilfsmittel. Es traf sich gut, dass 1975 die USA ein internationales Abkommen ratifizierten, das verbot, biologische Waffen zu entwickeln, herzustellen und zu speichern: Das dem Pentagon unterstellte Fort Derrick, in welchem solche Arbeiten durchgeführt wurden, musste wenigsten formal demilitarisiert werden, und so wurde die Virus-­Abteilung von Fort Derrick in die `Frederick Cancer Research Facilities` (Krebsforschungsanstalt der Stadt Frederick) umgewandelt und dem nationalen Krebsinstitut in Bethesda unterstellt, dessen Leiter, wie der Zufall es so wollte, Robert Gallo wurde.

In einer Kritik unserer Theorie schrieb Frau Dr. Moelling im `Spiegel`, zu jener Zeit sei die Konstruktion des AIDS-­Virus ungemein schwierig gewesen, man hätte hierfür schon ein Genie von der Grösse Gallos benötigt. `Aber hatte denn das Pentagon einen zweiten Gallo?`. Nun, es brauchte keinen zweiten Gallo suchen. Es kaufte sich einfach den Gallo Nr.1.

Ein unerwartetes Hindernis verzögerte die Arbeit am AIDS-­Virus. Besorgte Biologen aus aller Welt trafen sich 1975 in Asilomar und setzten es durch, dass für die Genmanipulationen die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen festgelegt wurden. Für Arbeiten mit Erregern menschlicher Krankheiten wurde die höchste Sicherheitsstufe P4 festgelegt. Ein solches Labor gab es in der Welt noch nicht. Die Mittel in Höhe von einer Million Dollar mussten beantragt werden, dann begann der Bau und schließlich, im Herbst 1977, wurde das P4-­Labor im Gebäude 550 von Fort Derrick feierlich eröffnet. Nun konnte die Arbeit beginnen, und etwa sechs Monate später, im Frühjahr 1978, muss das neue Virus fertig gewesen sein.

Diesen Termin können wir auf zwei Arten belegen. Es ist bekannt, dass das HIV erblich unstabil ist und etwa alle zwei Jahre eine Abweichung um 10 Prozent erleidet. Rechnet man von den heute aus den Patienten isolierten Virusstämmen zurück, so erhält man als Startpunkt der Entwicklung das Frühjahr 1978, den Zeitpunkt, zu dem die Konstruktion des Virus abgeschlossen sein sollte, wenn mit den Arbeiten im Herbst 1977 begonnen wurde.

Den gleichen Termin ergibt das erstmalige Auftreten des AIDS im Sommer 1979. Wir wissen heute, dass die Krankheit nach Ansteckung durch Geschlechtsverkehr zumeist erst nach zwei oder mehr Jahren ausbricht. Bei der massiven Infektion bei Bluttransfusionen beträgt die Inkubationszeit aber zumeist etwa ein Jahr. Wurde das neue Virus, wie es üblich war, an freiwilligen Gefängnisinsassen erprobt, so erhielten diese bestimmt eine massive Dosis, und das Ausbrechen der Seuche im Sommer 1979 deutet auf eine Infizierung etwa ein Jahr vorher, also 1978, hin.

Auch das Entweichen des Erregers aus dem Sicherheitslabor und seine anfängliche Beschränkung auf Männer, speziell auf Homosexuelle und Drogenabhängige, ist leicht zu erklären. Bekanntlich beginnt das AIDS etwa 14 Tage nach der Infektion mit einer Primärerkrankung, die oft unerkannt bleibt, weil sie einer Magen-­Darm-­Grippe ähnelt. Nach weiteren zwei bis drei Wochen klingt die Krankheit spontan ab, und der Patient bleibt über Monate oder Jahre hinweg scheinbar völlig gesund. Es entstand der Eindruck, das neue Virus erzeuge zwar eine Krankheit, diese sei jedoch harmlos und für militärische Zwecke unbrauchbar.

Die scheinbar gesunden Versuchspersonen wurden in die Freiheit entlassen. Es waren ausschließlich Männer mit hohen Haftstrafen, also zumeist Berufskriminelle, die ausserdem im Gefängnis vielfach homosexuelle Praktiken kennengelernt hatten. Viele von ihnen zogen nach der Freilassung in das nahe New York, wo ein für sie besonders günstiges Klima vorlag. So kam es, dass die Seuche zunächst nur unter Männern, zumeist Drogenabhängige, Verbreitung fand, obgleich sie ihrer Natur nach Männer wie Frauen in gleichem Masse bedroht.

Bei unseren ersten Veröffentlichungen konnten wir nur den biologischen Teil unserer Theorie durch handfeste Beweise sichern. Der politische Teil der Theorie beruhte nur auf Indizienbeweisen. Das hat sich grundlegend geändert. Wir können durch ein amtliches Dokument belegen, dass das AIDS-­Virus vom Pentagon in Auftrag gegeben und vom Kongress der USA finanziert wurde. Wir kennen Schritt fuer Schritt die experimentellen Vorarbeiten und die administrative Schaffung geeigneter Arbeitsbedingungen. Die Konstruktion des HIV war eine systematisch vorbereitete und durchgefuehrte Aktion zur Schaffung eines neuen Typs biologischer Waffen.

Gewiss, die Schaffung des AIDS war ein Lehrlingsstück, ein misslungenes Lehrlingsstück, denn man hatte die langen und unregelmässigen Inkubationszeiten des neuen Erregers nicht richtig eingeschätzt, und das Produkt ist somit für militärische Zwecke ungeeignet.

Aber auch so beschert es uns für die nächsten Jahrzehnte 100 Millionen Tote und, schlimmer noch, für Milliarden junger Menschen überschattet es das schönste, was das Leben uns zu bieten hat: die Beziehung zum anderen Geschlecht.

Prof. Dr. Jakob Segal, Berlin, den 31. Maerz 1989"

Ja, in der Tat, das klingt völlig verwirrend. Man erinnere sich auch an die internationalen Ehrungen, die Robert Gallo für die "Entdeckung" des Aids-­Virus erhielt, und wie er in den Medien gefeiert wurde und wie er einst versprach, dass diese Krankheit in ein paar Jahren besiegt werden würde. Unter US-­Präsident Ronald Reagan gab es absichtlich kein Budget für die Erforschung der Krankheit, weil diese offenkundig die willkommene Strafe Gottes für den Abschaum der Gesellschaft (Homosexuelle und Drogensüchtige) war. Erkrankte die weder das eine noch das andere waren, sondern eine Bluttransfusion erhalten hatten, wurde schlicht unterstellt, sie seien homosexuell und bemüht, dies zu leugnen. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil über diese zugegeben fast antike Lüge, wenn Sie das überhaupt noch wollen. Nein Sie müssen nicht, keiner will sie dazu zwingen. Im Gegenteil, lassen Sie es! Das ist für Sie und den Staat bequemer und für alle anderen auch.

Quelle: Saar-Echo 2006 PDF-Datei ca. 307 KB
- http://www.united-mutations.info/dingen ... n-Aids.pdf


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 Betreff des Beitrags: Osteuropa droht Aids-Epidemie
Verfasst: 19. Juli 2010 22:18 
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Das Virus breitet sich mit rasendem Tempo aus: Laut einer Unicef-Studie wächst die Zahl der HIV-Infizierten in Osteuropa und Zentralasien massiv, vor allem Prostituierte und Straßenkinder sind betroffen. Wirksame Gegenmaßnahmen gibt es bislang nicht.

Wien/Köln - Schlittern Osteuropa und Zentralasien in eine Aids-Katastrophe? Das Kinderhilfswerk Unicef warnte am Montag vor einer verdeckten Epidemie unter Straßen- und Heimkindern in der Region.

Seit 2006 verzeichneten einige Gebiete Russlands demnach eine Zunahme der HIV-Infektionen um 700 Prozent, warnt die Organisation. Nirgendwo sonst auf der Welt steige die Rate der HIV-Neuinfektionen so stark an. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der HIV-Infizierten in Osteuropa und Zentralasien inzwischen auf rund 1,5 Millionen gegenüber 900.000 im Jahr 2001.

Angetrieben wird die Entwicklung laut der Unicef-Studie durch eine Mischung aus Drogenmissbrauch und sexueller Übertragung unter Heranwachsenden, die am Rande der Gesellschaft leben. Gemeint sind Jugendliche, die ihr ganzes Leben im Heim verbracht haben, Straßenkinder, minderjährige Prostituierte und Drogenabhängige, die oft schon im Jugendalter ihre Hoffnungslosigkeit mit der Spritze betäuben.

Die Gesundheits- und Aufklärungsprogramme erreichten diese Risikogruppen nicht. Etwa ein Drittel der Neuinfektionen entfallen demnach inzwischen auf Jugendliche und junge Erwachsene. 80 Prozent der Infizierten seien jünger als 30 Jahre.

In den 27 Staaten Osteuropas und Zentralasiens leben und arbeiten laut Unicef über eine Million Kinder auf der Straße. Das Kinderhilfswerk drängt auf einen programmatischen Wechsel in der Gesundheits- und Sozialpolitik im Kampf gegen Aids in der Region. "Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft brauchen Zugang zu medizinischer Hilfe und soziale Unterstützung, nicht harsche Ablehnung", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. "Nur wenn die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen beendet wird, kann die Ausbreitung der Epidemie in Osteuropa und Zentralasien gestoppt werden."

Infektion meist über verseuchte Spritzbestecke

Die Tradition, Kinder aus schwierigen Familien in staatliche Fürsorgeeinrichtungen zu stecken, sei in Osteuropa ungebrochen, berichtete die Hilfsorganisation. Rund 1,3 Millionen Kinder in der Region wüchsen in Heimen auf, wo sie nur selten auf ein normales Leben vorbereitet würden. Aus Hoffnungslosigkeit liefen viele fort und landeten auf der Straße.

Eine aktuelle Untersuchung in St. Petersburg unter über 300 Straßenkindern ergab laut Unicef, dass 40 Prozent HIV-positiv waren. Ähnlich hohe Raten fand man in Odessa und Donezk in der Ukraine. Eine von Unicef zusammen mit Partnern durchgeführte Befragung in der Ukraine unter 800 Kindern und Jugendlichen, die die Hälfte des Tages auf der Straße verbrachten, zeigte, dass 56,7 Prozent der Mädchen sich gelegentlich prostituierten. Der häufigste HIV-Übertragungsweg sei der Hilfsorganisation zufolge jedoch die Verwendung verseuchter Spritzbestecke. Gerade junge Drogenabhängige achteten nicht auf diese Gefahr. Viele Straßenkinder nähmen bereits im Alter von zwölf bis 16 Jahren harte Drogen.

Vorgestellt wurde die Studie in Wien, wo am Sonntagabend die Welt-Aids-Konferenz begonnen hat. Noch bis Freitag tagen dort 20.000 Forscher, Ärzte, Politiker und Vertreter von Organisationen. Die Fachleute wollen unter anderem über einen besseren Einsatz von Virenhemmern beraten. Diese antiviralen Medikamente können bei HIV-Infizierten den Ausbruch der Krankheit Aids verzögern. Sie senken die Viruskonzentration im Blut unter die Nachweisgrenze.

Weltweit sind derzeit sind mehr als 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, in Deutschland sind es mehr als 60.000. Jährlich sterben rund zwei Millionen Menschen an der Krankheit.

Mangelnder politischer Wille beklagt

Eine schnellere Behandlung mit Virenhemmern stellt die Länder jedoch vor Herausforderungen. Nach Schätzungen des Uno-Aids-Programms (UNAIDS) werden in diesem Jahr rund 25 Milliarden Dollar (rund 19,3 Milliarden Euro) im Kampf gegen Aids benötigt. Derzeit fehlen dazu einer Analyse des Fachmagazin "Science" zufolge allerdings 11,3 Milliarden Dollar. Zwei Drittel der weltweit mit HIV Infizierten leben in Afrika südlich der Sahara, wo die Ausstattung mit Ärzten und Laboren ohnehin dürftig ist.

Der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft, Julio Montaner, beklagte mit Blick auf die Behandlung von Aids-Kranken einen mangelnden politischen Willen. Politiker stellten nicht sicher, dass jeder Infizierte behandelt werde, sagte Montaner kurz vor Eröffnung der internationalen Konferenz, deren Vorsitzender er ist. Die Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten (G8 ) habe es versäumt, ihr Versprechen über einen universellen Zugang zu Aids-Medikamenten umzusetzen.

Den Regierungen einiger osteuropäischer Staaten warf er Gleichgültigkeit gegenüber der Lage in ihrem Land vor. Ihr Fehlen bei der Konferenz in Wien sei unverantwortlich und grenze an Fahrlässigkeit, sagte Montaner. Die Eröffnung der Konferenz verzögerte sich wegen einer Demonstration. Die Teilnehmer trugen Transparente und riefen Parolen wie "Gebrochene Versprechen töten, zeigt uns das Geld!" oder "Behandelt die Menschen!".

Quelle: - hda/AFP/apn - 19.7.2010 - www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1 ... 49,00.html


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Verfasst: 20. Juli 2010 20:28 
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Die Vereinten Nationen und zahlreiche Experten haben am Dienstag dazu aufgerufen, männliche Beschneidung in Ost- und Südafrika weiter voranzutreiben.

Studien zeigen laut den Fachleuten, dass dieser Eingriff das Risiko einer HIV-Infizierung bei heterosexuellen Männern um 60 Prozent verringern kann. «Es gibt genügend Beweise dafür, dass die Methode wirksam ist», sagte David Okello von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Weltaidskonferenz in Wien. Gleichzeitig warnte er davor, die «Zirkumzision» als Alternative zum Kondom anzusehen: «Natürlich ist diese Methode kein ‹natürliches Kondom›, sondern muss mit anderen Präventionsmassnahmen kombiniert werden.»

Krishna Jafa von der Organisation «Population Services International» (PSI) rechnete vor, dass bis 2025 vier Millionen Neuinfizierungen verhindert werden könnten, wenn bis 2015 80 Prozent der neugeborenen Jungen und erwachsenen Männer in Sub-Sahara-Afrika beschnitten werden. Gleichzeitig würde dies in den betreffenden Ländern insgesamt Kosten in Höhe von rund 20 Milliarden Dollar einsparen. Vor allem in Kenia, Uganda, Swaziland und Sambia werde die Präventionsmethode bereits vorangetrieben, hiess es.

Quelle: - sda - 20.7.2010 - http://bazonline.ch/wissen/medizin-und- ... y/29883344


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 Betreff des Beitrags: Re: HIV: Der große Irrtum
Verfasst: 5. Juli 2017 13:51 
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Ich wünsche Ihnen eine gute Fortsetzung.

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