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 Betreff des Beitrags: Chakrale Bewußtseinsebenen
Verfasst: 22. Dezember 2005 16:59 
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Die chakralen Bewusstseinsebenen


(erschienen im PhönixMagazin 1/02, Ausgabe vom März 2002)

Die chakralen Bewusstseinsebenen sind Bereiche, Schichte unseres Bewusstseins, die im Wachstumsprozess vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter sich allmählich entwickeln. Der Entwicklungsweg dieser Bewusstseinsebenen erfolgt zyklisch und folgt einen bestimmten Rhythmus.

Im Teil II dieser Artikelreihe haben wir gesehen, wie sich die ersten drei chakralen Bewusstseinsebenen im Wachstumsprozess des Menschen entwickeln. Wir haben diese Entwicklung, die sich in einem Rhythmus von ungefähr sieben Jahren ergibt, von der Geburt bis zum Erwachsenenalter verfolgt. Nun wenden wir uns den weiteren Entwicklungsebenen, die «obere Bewusstseinsebenen» genannt werden und der erwachsenen Reife entsprechen.



Die Bewusstseinsebene des Herzchakras


Diese Bewusstseinsebene entfaltet sich im vierten Lebensjahr sowie in der Zeit zwischen 21 und 28 Jahren. Mit etwa drei bis vier Jahren kommt das Kind allmählich aus der Trotzphase heraus, wird ruhiger und etwas introvertiert. Es beschäftigt sich zunehmend gerne mit Märchen und Fantasien und entwickelt eine Art zweite Welt, in der es lebt; eine Welt, die sich stark von der äusseren Umgebung unterscheidet, eine Märchenwelt, eine innere Welt. Das Kind entfaltet einen Bezug zum "Inneren" und parallel dazu eine gewisse äussere Selbständigkeit.
Ein ähnlicher Prozess läuft in der vierten Lebensphase (21 bis 28 Jahre). Der Mensch kommt allmählich aus der Pubertät heraus, wird tendenziell ruhiger und entwickelt zunehmend einen neuen Zugang zur inneren Welt. Sein Interesse gilt nun vermehrt den persönlichen Beziehungen, auch der tieferen Ebene von Beziehungen. Der junge Mensch ist aufnahmefähiger geworden und zeigt mehr Toleranz; es entsteht ein reiferer Umgang mit den Mitmenschen und der Umwelt. Themen wie Partnerschaft und Familie sowie inneres Wachstum stehen jetzt mehr im Vordergrund. Es ist auch gewöhnlich die Zeit, in der der Mensch Selbständigkeit erlangt, sich von seiner Familie ablöst und auf eigenen Füssen zu stehen beginnt. Er ist nun eher zukunftsorientiert und nimmt sein Leben und sein Schicksal in die Hände.
Entsprechend gestalten sich die Themen dieser Bewusstseinsebene. Im Zentrum steht hier die Qualität unserer Beziehungen. Diese reflektieren und wiederholen die Merkmale unserer Beziehung zu uns selbst. Ursprung der allgemeinen Beziehungsqualität eines Menschen ist die Art und Weise seines Umgangs mit sich selbst. Die Beziehung zu sich selbst ist das Kernthema dieser Bewusstseinsebene: Die Art und Weise, wie man sich selbst behandelt, wie man die eigenen Bedürfnisse, ob physisch, emotional oder geistig, ernst nimmt, wie man die eigene Grenze beachtet und die eigenen Fähigkeiten und Talente schätzt - wie man die eigene Natur liebt.
Eine Freundschaft oder eine Partnerschaft - ob nun zu einem Menschen oder zu anderen Lebewesen - entwickelt sich idealerweise stets in gleichen Schritten: Sie fängt mit Akzeptanz an, geht über Wertschätzung und gegenseitiges Geben und Nehmen in Vertrauen und Verbundenheit über und führt schliesslich zu Liebe und Einheit. Die gleichen Schritte prägen auch die Entwicklung unserer Beziehung zu unserem Innern, zu uns selbst.



Die Bewusstseinsebene des Halschakras

Die Bewusstseinsebene des Halschakras entsteht im fünften Lebensjahr sowie in der Lebensphase zwischen dem 28. und 35. Lebensjahr. Das vier- bis fünfjährige Kind geht nun in den Kindergarten und öffnet sich zum ersten Mal für die Kommunikation mit der Umwelt ausserhalb seines engen Wohnbereiches. Es ist eine Zeit der Auseinandersetzung mit Neuem, mit bisher unbekannten Leuten und neuen Strukturen, mit neuen geistigen Inhalten und einem neuen Lernen. Das Kind entwickelt in dieser Phase eine grössere Empfindlichkeit gegenüber Lob und Tadel, ein gewisses Autoritätsverständnis sowie ein erstes Bewusstsein für Gruppennormen. Zu Hause kann man ihm schon kleine Verantwortungen übergeben, es weiss bereits, in einem einfachen, vorgegebenen Rahmen, was richtig und falsch ist..
Aehnlich geartet ist die entsprechende Phase im Erwachsenenalter. In der fünften Lebensphase, etwa zwischen dem 28. und 35. Lebensjahr, setzt sich der Mensch vermehrt mit der persönlichen Verantwortung auseinander; Themen wie Beruf und Berufung, Karriere oder Lebensaufgabe stehen jetzt eher im Vordergrund. Auch die familiäre Verantwortung ist oft zentraler Bestandteil dieses Lebensabschnitts. Häufig geht es hier ebenfalls um ein neuartiges Lernen, um neue geistige Inhalte und den Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern. Wir beschäftigen uns vielleicht mit fremden Kulturen, entwickeln neue Hobbys oder wollen uns weiterbilden.
Ein wichtiger Bestandteil der Bewusstseinsebene des Halschakras ist auch die Kommunikation. Es geht ums "Kommuni-zieren", was so viel bedeutet wie Gemeinschaft erschaffen, austauschen, Eigenes mit Mitmenschen teilen, sich mitteilen. Dafür braucht es die Bereitschaft, das Eigene, die eigene innere Realität - Ideen, persönliche Erkenntnisse, innere Impulse - preiszugeben, auszudrücken und zu vertreten. So geschieht parallel eine stetige innere Kommunikation: wir schauen dem inneren Erleben zu, lauschen den inneren Impulsen, reflektieren darüber und entscheiden, welche Elemente gefördert und ausgedrückt beziehungsweise zensuriert und unterdrückt oder transformiert werden sollen.



Die Bewusstseinsebene des Stirnchakras

Im sechsten Lebensjahr und in der Zeit zwischen dem 35. und 42. Lebensjahr wird die Bewusstseinsebene des Stirnchakras entwickelt. Erwachsene in diesem Alter stehen in der so genannten Midlife-Krise, einer Zeit der intensiven Suche nach innerer Identität und Existenzsinn, nach Erkenntnis über den Alltag hinausgehender Zusammenhänge. Im Vorschulalter entfaltet das fünf- bis sechsjährige Kind allmählich die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, Möglichkeiten zu kombinieren sowie die Uebersicht über einfache Situationen zu behalten..
Zum Stirnzentrum gehört die Denkweise des "übersinnlichen Denkens", welches in unserem Gehirn Alpha-Wellen produziert: das Alpha-Denken oder Alpha-Bewusstsein. Diese höhere Denkart ist eigentlich ein Zustand des "Nicht-Denkens", des "Leerseins", des Abwartens, des Wartens auf innere Eingebungen oder Regungen. Es ist ein meditatives Sein, voller Wachheit und Konzentration, aber ohne rationale gedankliche Aktivität.
Auf dieser Alpha-Denkebene geht es um das reine Wahr-nehmen, Zu-schauen, Zu-hören, ohne schauen, hören oder gar verstehen zu wollen. Hier gehören das Erkennen, das unmittelbare Wissen um Zusammenhänge oder das spontane Erfassen einer Situation. Erkenntnisse stellen sich von selbst ein, ohne dass man sie sucht, ohne dass man denkt; sie ergeben sich automatisch aus dem Inhalt der Wahrnehmungen.



Die Bewusstseinsebene des Kronenchakras

Wichtigster Aspekt des Kronenchakras ist der unmittelbare, direkte Zugang zu anderen Dimensionen, was einen energetischen Austausch und die Kommunikation mit anderen "Seinsebenen" ermöglicht. Es geht hier um das All-Eins-Seins, um das innige Wissen um die Einheit aller Dinge und aller Wesen, um das Eins-Sein mit dem Universum.



Die Ganzheit der chakralen Bewusstseinsebenen

Die Ganzheit unserer chakralen Bewusstseinsebenen könnte man mit einem grossen Haus vergleichen. Das Wurzelchakra bildet dabei das Fundament des Hauses mit dem Keller, wo Vorrat aufbewahrt wird: unsere Ressourcen, unsere physische Gesundheit, die erdend, stabilisierend wirken. Das Sakralchakra steht für den Hauseingang im Parterre, eine offene Türe für Begegnung und Austausch, Kommunikation und Handel; hier kommt Bewegung und Schwung ins Haus. Ein Stock höher, im ersten Stock, befindet sich der Salon, der Ort, wo Besuch empfangen wird und wo grosse Feste oder andere gesellschaftliche Anlässe stattfinden, was dem Funktionieren des Solarplexus entspricht. Ein Stockwerk weiter finden wir das Herz des Hauses, die gemütliche Stube mit dem Kamin, wo sich Familie und Freunde in warmer und intimer Atmosphäre treffen. Darüber befindet sich ein Stockwerk mit Schulräumen und Sitzungszimmern, wo Planung, Informationsvermittlung und Selbstreflexion stattfinden, wo rege ausgetauscht und diskutiert wird. Und zuletzt die Etage, auf der sich Schlaf- und Meditationsräume befinden, ein Ort der Ruhe, wo nicht mehr geredet wird; von hier aus hat man eine grossartige Aussicht über den eigenen Garten und die weitere Umgebung. Zuoberst auf dem Haus erstreckt sich eine flache Terrasse, auf der von oben her gelandet werden kann.
In diesem Haus wohnen wir. Wo halten wir uns am meisten auf? Und wo am liebsten? Auf welcher Etage entwickeln sich im Alltag die grössten Aktivitäten? Schlafen wir gerne auf der Schlafetage oder lieber auf einem anderen Stockwerk? Wo treffen wir unsere Freunde und Bekannten am liebsten? Ist eines der Stockwerke geschlossen? Gesperrt für Auswärtige, für Fremde oder für Freunde? All dies sind Fragen, die uns beim Wahrnehmen und Erkennen unseres Selbst helfen können. Sie geben Auskunft über Schwerpunkte, Stärken und Schwächen unserer Ganzheit.

( Quelle: Mar-Isis Ghida Ferreira )


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