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Verfasst: 4. Juli 2011 21:22 
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04. Juli 2011

Im Pazifik warten Unmengen von Seltenen Erden auf ihre Hebung. Die Metalle lagern in einer Tiefe von bis zu 5000 Metern im Schlamm.

... genügend Seltenerdmetalle, um ein Fünftel des jährlichen globalen Bedarfs zu decken. Das hat ein japanisches Forscherteam bei der Analyse von mehr als 2000 Sedimentproben an 78 Standorten festgestellt.

Bisher galten diese Metalle als besonders knapper Rohstoff, dringend benötigt für moderne Technologien vom Handy bis zum Elektroauto. Nach Ansicht der Forscher könnte sich der Schlamm der Tiefsee als vielversprechende neue Ressource erweisen.

Besonders reiche Vorkommen finden sich im östlichen Pazifik. Dort übertraf die Konzentration der Rohstoffe die der weltweit reichhaltigsten Erzlagerstätten in China um das Doppelte. "Wenn wir berücksichtigen, dass der mit Seltenerdmetallen angereicherte Schlamm in diesen Regionen dicht verteilt ist, könnten die Rohstoffreserven am Meeresboden die derzeit 110 Millionen Tonnen Seltenerdoxide an Land potenziell noch übertreffen", sagen die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience".

Auch andere Rohstoffe wie Kupfer, Molybdän oder Kobalt waren um bis zu zwei Größenordnungen häufiger vertreten. Die Gewinnung der Metalle aus dem Schlamm sei zudem sehr einfach und schnell durch verdünnte Säuren möglich, berichten die Forscher um Yasuhiro Kato von der University of Tokyo.

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Die seltenen Erden haben aus Sicht der anorganischen Chemie nicht viel mit Erde zu tun, Vielmehr sind sie Metalle aus der chemischen Gruppe der Lanthanoide, sowie mit ihnen chemisch verwandte Stoffe – insgesamt 17 verschiedene Elemente zählen zu ihnen, darunter Lanthan, Scandium und Yttrium und Neodym.

Der weltweite Bedarf an den seltenen Erden betrug im Jahr 2010 gut 126.000 Tonnen, davon wurden etwa 25 Prozent als chemische Katalysatoren, etwa bei der Raffination von Rohöl, eingesetzt. Auch in Autokatalysatoren spielen sie eine Rolle. Weitere 20 Prozent werden in der optischen Industrie zur Beschichtung und Politur von Linsen verwendet. Zunehmend werden seltene Erden zudem für die Produktion von Batterien – etwa für Elektroautos – sowie in der Produktion besonders starker Permanent-Magnete für Elektromotoren benötigt. Fast vierzig Prozent der Weltfördermenge findet hier Verwendung. Etwa zehn Prozent schließlich fließt in die Elektroindustrie, etwa zur Herstellung von Bildschirmen, aber auch in der Produktion von Zukunftstechnologien wie Supraleitern bedarf es der seltenen Erden.


Quelle/vollständiger Text: - 4.7.2011 - www.welt.de/wissenschaft/article1346628 ... deckt.html


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